Wie die Apostel Verbundenheit schufen

  • 09.06.2020

Die Namensliste der zwölf Apostel steht im Zentrum des Evangeliums an diesem Sonntag. Zwei Bilder gebraucht der Evangelist Matthäus, um zu dieser Liste hinzuführen. Zum einen ist es das Bild von den Schafen und den Hirten. Schafe, die keinen guten Hirten haben, irren ziellos umher, zerstreuen sich und sind ihren natürlichen Feinden ausgeliefert. Das Bild von den Schafen und deren Hirten wird bereits im Alten Testament gebraucht, um das Volk Israel zu beschreiben, das ziellos umherirrt, wenn es keine guten und klugen Anführer hat.

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Warum Gott Charakter hat!

  • 05.06.2020

What about verse 7? Ist Ihnen aufgefallen, dass dieser Vers in der Lesung aus dem Alten Testament fehlt? Es passiert gar nicht so selten, dass in der Liturgie Lesungs- und Evangeliumstexte nicht in ihrer vollständigen Fassung gelesen werden. Das ist oftmals bedauerlich– insbesondere wenn JHWH etwas über sein Wesen preisgibt.

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Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

  • 25.05.2020

„Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ (Joh20,21), sagte der auferstandene Jesus zu seinen Jüngern und hauchte ihnen den Heiligen Geist ein. Die Geistmitteilung mit der Entsendung der Jünger ist die Geburtsstunde der Kirche.

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Tragende Übereinstimmung

  • 18.05.2020

In der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte heißt es am Ende: „Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet.“ (Apg1,14) Wenn man die Bedeutung des Wortes „einmütig“ nachschlägt, erfährt man, dass einmütig zu sein so viel bedeutet, wie in völliger Übereinstimmung zu sein. In völliger Übereinstimmung beten die Jünger zusammen mit den Frauen, mit Maria und mit den Brüdern Jesu (vgl. Apg1,14). Worin stimmen sie völlig überein?

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Warum das Christentum trotz Verfolgung besteht

  • 11.05.2020

Die Situation in der Apostelgeschichte findet nach einem tragischen Ereignis statt: Stephanus, einer der sieben Diakone, ist auf grausame Art und Weise gesteinigt worden. Der erste Christ ist für seinen Glauben gestorben. Infolgedessen beginnt eine schwere Verfolgung der Christinnen und Christen. Sie verlassen ihre Heimat. Aber es gibt Hoffnung.

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Einfach mal abtauchen!

  • 24.04.2020

Ganz schön eigenartig die Stimmung, die im heutigen Evangelium anklingt: Jesus erscheint seinen Jüngern das dritte Mal nach seiner Auferstehung, ein reicher Fischfang geschieht, er hält Mahl mit seinen Jüngern – und der Text berichtet von keiner einzigen Emotion. Eigentlich müsste den Jüngern – wie beim Gang nach Emmaus – doch das Herz in der Brust brennen, als sie Jesu Gegenwart in ihrer Mitte erkennen …

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Prophetisches Krisenmanagement

  • 27.03.2020

Wieder einmal prägt der Begriff „Krise“ die mediale Berichterstattung unserer Tage. Wer kennt sie nicht, die sogenannte „Krise“: Bedingt durch gesundheitliche Probleme, persönliche Konflikte oder plötzliche Schicksalsschläge, oder– wie wir es derzeit erleben– durch einen Virus, der den Alltag völlig unerwartet dominiert: Mit einem Mal wird Sicherheit brüchig und das Leben steht unter ganz neuen Vorzeichen.

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Geheimnisvoller Ausblick auf das danach

  • 06.03.2020

Auf ihrem Weg mit Jesus sollen die Jünger verstehen lernen, wer er ist. Kurz vor der Verklärung hatte Petrus das Bekenntnis abgelegt, dass Jesus für ihn der Messias ist, worauf Jesus von seinem Leiden und von seiner Auferstehung gesprochen hat und die Jünger aufforderte, ihm auf diesem Weg zu folgen (Mt16,13–28). Leiden und Auferstehung müssen gemeinsam bedacht werden, um zu verstehen, wer Jesus ist. Wenn Jesus Petrus, Jakobus und Johannes mit auf den Berg der Verklärung nimmt, sind es dieselben Jünger, die ihn auch in den Garten Gethsemane begleiten werden (Mt26,37). 

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Gott macht den Anfang

  • 28.02.2020

In der Osternacht entfaltet die Kirche den ganzen Reichtum ihrer Liturgie. Allein schon die sieben Lesungen aus dem Alten Testament zeigen nicht nur die Größe der biblischen Botschaft vom rettenden Gott. Sie können auch verwirren oder sogar verstören: „Was ist von einem Gott zu halten, der von Abraham fordert, den Sohn zu opfern, und die ägyptische Armee im Meer versenkt?“ In einer siebenteiligen Artikelserie legen die Bibelwissenschaftler Georg Steins und Egbert Ballhorn die alttestamentlichen Lesungen aus und eröffnen neue Perspektiven auf die Feier der Osternacht.

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