Universelles Bedürfnis für Menschen

Fünftes Gebet der Religionen unter dem Leitwort „Habt Vertrauen!“

Bönen (lö). Das fünfte Gebet der Religionen in Bönen fand jetzt in der Pausenhalle der Humboldt-Realschule statt. Der „Interreligiöse Arbeitskreis Bönen“ unter der Federführung von Dieter Hinkmann hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen.

„Habt Vertrauen!“, lautete das übergreifende Thema. Ale­x-andra Khariakova von der Jüdischen Gemeinde haKochaw des Kreises Unna, Pfarrer Thomas Melloh von den evangelischen und Diakon Adam Sulich von den katholischen Kirchengemeinden Bönens sowie Imam Ersoy Ugur von der muslimischen Gemeinde mit Feridun Güney als Dolmetscher vermittelten in Gebeten und Gesprächen dieses für die „Menschen universelle Bedürfnis“, das nicht zuletzt eine „der Bedingungen für ein friedliches Miteinander“ darstellt, so NRW-Ministerin Ina Scharrenbach in ihrem Grußwort. Für Bürgermeister Stephan Rotering war seine Stellvertreterin Sabine Lutz-Kunz gekommen. Sie leitete mit themenbezogenen beeindruckenden Ausführungen den Ablauf des Abends ein.

Rund 70 Besucherinnen und Besucher waren der Einladung gefolgt, unter ihnen Geistliche der religiösen Gemeinschaften Bönens, Lehrerinnen und Lehrer der Bönener Schulen mit ihren Schülerinnen und Schülern. Die „Humboldtianer“ hatten mit ihrer Lehrerin Stefanie Schulz eine Ausstellung vorbereitet, in der sie in Bild und Text ihre Aussagen zum Vertrauensthema erläuterten. Mitglieder des befreundeten Dialogkreises Werl und Vertreter der Martin-Luther-­King-Werkstätten aus Südkamen waren ebenfalls zu Gast.

Musikalisch interpretiert wurde der Abend von 25 Schülerinnen und Schülern der Streicherklasse des Marie-­Curie-Gymnasiums unter der Leitung von Regine Overbeck und Judith Prange, die die Besucher später zum Mitsingen einluden. Mit verschiedenen Stücken thematisch eingestimmt waren auch der Gospelchor „Good News“ mit Jens Reinhard Wagenblaß und der Chor „Simcha“ der Jüdischen Gemeinde.

Wie die Besucher-Zusammen­setzung dem Gedanken des Interreligiösen Gebetes der Religionen entsprach, sorgte insbesondere die Programmgestaltung für eine tiefgehende Verinnerlichung des Leitgedankens: Unterschiedlichste Instrumental- und Chorbeiträge, verschiedene Riten, Sprachen und Gedanken verdeutlichten, was sich unter dem Vertrauensbegriff auf Gott, den Nächsten in der Familie, in Nachbarschaft und Beruf und überall dort ausrichtet, wo wir mit anderen zusammenkommen. Wie sagte Jonas Fehling in seinem Vortrag: „Vertrauen ist eine lebenslange Aufgabe. Packen wir’s an.“ Am Schluss traf man sich bei Tee und Gebäck zum persönlichen Gespräch.

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