Mindener Architektin engagiert sich für Kirchenführungen
Zeigen, was wichtig ist
Natürlich führt der Weg am Urlaubsort in die Kirche. Nicht immer um einen Gottesdienst zu besuchen. Aber bestimmt doch, um das Bauwerk zu besichtigen. Große Kathedralen haben es Touristen angetan. In Deutschland und auch anderswo. Und damit sie auch etwas verstehen von dem, was sie sehen, gibt es einen besonderen Service: die internationalen Kirchenführer. Mitorganisiert wird er aus dem westfälischen Minden.
Melanie Berger ist katholisch. Und arbeitet in Minden als Architektin. Kirchen sind ein Hobby der engagierten Frau. Wann immer sie auch in einer anderen Stadt ist, lässt sie sich den Besuch einer sehenswerten Kirche nicht entgehen. Und ärgert sich natürlich, wenn sie die Dinge, die wichtig sind in dem Kirchbau, nicht mitbekommt. Aus dieser Kombination ist etwas entstanden, das auch europaweit Auswirkungen hat. Melanie Berger ist zweite Vorsitzende des Vereines „ARC Deutschland“. Der Untertitel „Steine zum Sprechen bringen“, erklärt dabei in groben Zügen, was dieser ökumenische Zusammenschluss bewirken will. Ziel des Vereins ist es, in den Sommermonaten Führungen in bedeutenden europäischen Kathedralen und Kirchen zu organisieren. Die Führer dabei sind Ehrenamtliche, die gezielt geschult werden. Die Gemeinden vor Ort sorgen für Unterkunft und Verpflegung, die jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren für die nötige Begleitung der Besucher auf Deutsch, Englisch oder Französisch.
Liturgie der Woche
Sonntag, 20. Juli, 16. Sonntag im Jahreskreis – Weish 12,13.16-19, Röm 8,26-27; Mt 13,24-43 (oder13,24-30) – Namenstage: Margareta, Elias
Seit 25 Jahren nähen und sticken Frauen im ganzen Erzbistum Paramente und vieles andere
Ein Messgewand für die Mission

- Seit 25 Jahren stellt die Paderborner Gruppe „Ein Messgewand für die Weltmission“ Paramente für Gemeinden in den Missionsländern her. Jedes Jahr zum Patronatsfest des Erzbistums, dem Liborifest, stellen sie ihre Werke in einer Ausstellung im Kreuzgang des Domes aus. Am Ende der Ausstellung können sich die Empfänger die Gewänder und sonstigen liturgischen Utensilien abholen und in ihre Heimatgemeinden mitnehmen. Foto: Vieler
Paderborn/Erzbistum. In etwa 40 lokalen Gruppen engagieren sich 130 Frauen und Männer in der Diözese ehrenamtlich für die Aktion „Ein Messgewand für die Weltmission“. Jeweils zum Liborifest, das am kommenden Samstag wieder beginnt, stellen sie ihre Arbeiten im Kreuzgang des Paderborner Doms aus – in diesem Jahr zum 25. Mal. Gegründet hat die Aktion Else Oskamp, Haushälterin des emerierten Paderborner Weihbischofs Pauls Consbruch, der Bischofsvikar für die Weltmission war.
Ein bisschen neidisch ist Weihbischof Matthias König doch. Ehrfürchtig schaut er auf ein Segensvelum, einen breiten und reich bestickten Schal, bei dem die Goldfäden mit fliederfarbenem Garn aufgenäht wurden. So wechselt das Gold auf Violett. „Das ist ja viel zu schön für die Mission!“, sagt er augenzwinkernd und korrigiert sich sofort: Nein, das Beste ist gerade gut genug! Mit diesem Velum bekleidet wird demnächst ein katholischer Priester in einem sogenannten Missionsland die Gläubigen segnen. Nur dafür ist es bestimmt, nur dafür hat es eine fleißige Stickerin aus dem Erzbistum Paderborn gefertigt.




