Umfassend umgebaut

Seniorenhaus der Caritas in Attendorn wurde nach mehr als vier Jahren Bauzeit fertiggestellt

Die Bewohnerinnen Thea Grunbach (links) und Marga Lippmann berichteten über die Umbauarbeiten aus ihrer Sicht. Fotos: Lüttecke

 

Attendorn (ml). Die An- und Umbauarbeiten im Caritas-­Seniorenhaus St. Liborius im Herzen von Attendorn in der Bieketurmstraße sind fertiggestellt – nach mehr als vier Jahren Bauzeit.

Die Bauarbeiten erstreckten sich von Januar 2015 bis August 2019. Notwendig geworden waren diese, da die vorhandenen Bäder und Bewoh­nerzimmer nicht mehr den geltenden Vorschriften und Normen entsprachen. Zen­trumsleiter Uli Mertens zog anlässlich der Wiedereinsegnung einen Schlussstrich unter diese lange Baumaßnahme. Auf einer Nutzfläche von 900 Quadratmetern wurden zunächst die Tagespflege sowie zwei neu etablierte Pflegeebenen realisiert. Danach, ab Juli 2016, wurden alle Pflegebereiche saniert und jeweils zwei Wohnküchen pro Wohnbereich erstellt. 80 Bäder wurden barrierefrei oder zum Teil behindertengerecht umgebaut.

Das Seniorenhaus kann jetzt 91 Bewohner beherbergen – in 4 Doppelzimmern und 83 Einzelzimmern. Mit der Baumaßnahme waren Umzüge der Bewohner auf neu eingerichtete Zimmer verbunden, aber auch die Abläufe galt es neu zu strukturieren. Der Zentrumsleiter verhehlte in diesem Zusammenhang nicht, dass dies nicht immer zur Zufriedenheit aller, nicht bei allen Bewohnern und nicht bei allen Mitarbeitern, funktionierte. Und das Problem des Pflegekräftemangels habe sein Übriges getan. „Neue Mitarbeiter in diesem Bereich zu akquirieren, fällt extrem schwer und führt zu einer chronischen Belastung der aktiv Mitarbeitenden in St. Liborius“, sagte er.

Der Geschäftsführer des Trägers, des Caritasverbandes Olpe, Christoph Becker, betonte, dass „heute ganz viele Menschen hier sitzen, die den Umbau herbeigesehnt und dann verflucht haben“. Doch „unter dem Strich“ sei mit dem Umbau „ein gutes Ergebnis erzielt worden“
Christoph Heuel, Aufsichtsratsvorsitzender der Caritas-­Tochtergesellschaft AKC, zeigte sich stolz, Tradition und Moderne in diesem Haus zu verbinden. Er nannte auch die Summe von über sieben Millionen Euro, die in dieses Projekt geflossen seien. Mit diesem neuen Komplex habe man dazu beigetragen, die Stadt Attendorn zukunftsfähiger zu machen, ist Christoph Heuel sicher. Er erinnerte da­ran, dass in St. Liborius gearbeitet, gespielt, gesungen, getanzt, aber auch gestorben wird.

Zwei Bewohnerinnen berichteten exemplarisch über die Baumaßnahme. Thea Grunbach (87) sagte, dass sie am liebsten selbst schon mal Schüppe und Besen in die Hand genommen hätte. „In meinem neuen Zimmer fühle ich mich richtig wohl“, sagte Thea Grunbach, die seit Juli 2016 in St. Liborius lebt. Marga Lippmann (66) hob die schönen, hellen Zimmer im Haus hervor und: „Die Schwestern und Pfleger sind stets ansprechbar.“ Seit Februar 2019 wohnt sie im Seniorenzentrum, welches für sie mehr ein betreutes Wohnen darstellt.

Präses Michael Lütkevedder übernahm schließlich die offizielle Wiedereinsegnung des Seniorenhauses. Es folgte ein Festhochamt im Sauerländer Dom mit Dechant Andreas Neuser und beim Sommerfest am Nachmittag bestand auch die Möglichkeit, sich über die Neuerungen zu informieren.

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