Pilgern auf Westfälisch

Kathedralpilgern von Bielefeld nach Paderborn

Nach der ersten Etappe beim „Kathedralpilgern“ empfing Erzbischof Hans-Josef Becker (2. v. l.) die pilgernden Lehrer.

 

Bielefeld. „Es muss nicht immer Santiago de Compostela sein“, sagt Pastor Christof Gärtner. „Pilgern geht auch westfälisch.“ Wie genau, zeigte eine Veranstaltung des Institutes für Lehrerfortbildung der (Erz-)Bistümer in Nordrhein-­Westfalen – in Kooperation mit der Schulabteilung des Erzbistums Paderborn. Die erste Etappe des „Kathedralpilgerns“ führte eine Gruppe in vier Tagen von Bielefeld bis zum Ort der „Kathedra“, dem Lehrstuhl des Bischofs, dem Dom zu Paderborn.

Das Gepäck auf dem Rücken machten sich 18 Lehrerinnen und Lehrer unter der Leitung der Dozenten des Lehrerfortbildungsinstitutes, Dr. Christof Gärtner und Dr. Petra Lillmeier, auf den Weg.

Mit ausgewählten Bibeltexten, Gebeten, Impulsen und Pilgerliedern war die Gruppe unterwegs, wechselnd hörend, fragend, stillschweigend oder im Austausch miteinander. So gab es Angebote theologisch-­exegetischer Bildung, gezielte geistliche Impulse, Raum für gemeinsames und persönliches Gebet, Zeit für gute Gespräche und Begegnungen. Auch individuelles „Wandercoaching“ wurde ermöglicht und vielfach nachgefragt.

Die Idee des Kathedralpilgerns – einer Mischung aus religiös-theologischer Fortbildung, spirituell-religiöser Vertiefung und gemeinsamem Unterwegssein – kam nicht nur bei den Lehrerinnen und Lehrern ausgesprochen gut an. Auch Erzbischof Hans-­Josef Becker ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe im Bischofshaus persönlich zu begrüßen und gastfreundlich zu empfangen. Eine gemeinsame Eucharistiefeier im Hohen Dom mit Dompropst Joachim Göbel sowie eine Dom-Führung mit Prälat Theo Ahrens bildeten den Abschluss der Pilgertour.

„Das Ankommen am Ziel ist für jeden Pilger vermutlich der Höhepunkt der Reise“, sagt Petra Lillmeier. „Letztlich aber waren es der gemeinsame Weg und das Erreichen des Zieles, was die Kathedralpilgertage zu einem einzigartigen Erlebnis werden ließen, und das – neben so einigen Blasen – tiefe Eindrücke bei allen hinterlassen hat.“

In den nächsten Jahren sind weitere Etappen geplant – und zwar zu den anderen nordrhein-­westfälischen Kathedralen.

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