Lust, in die Kirche zu gehen

„JungeKirche“ im Pastoralverbund Balve-Hönnetal öffnet ihre Türen

Völlig umgestaltet wurde die Kirche in Langenholthausen.Foto: Kolossa

 

Balve-Langenholthausen. „Komm zu dir und glaube an das Evangelium“, hieß es am Aschermittwoch in der Langenholthausener ­St.-­Johannes-Kirche, die als „JungeKirche“ im Pastoralverbund Balve-Hönnetal ihre Türen in der Fastenzeit öffnete. Und damit war sie früh dran: Das Vorbereitungsteam um Michael Sprenger hatte schon in der Karnevalszeit umgebaut und wollte nicht wie bei den vergangenen vier „JungenKirchen“ damit bis nach Aschermittwoch warten.

von Julius Kolossa
„Jede ‚JungeKirche‘ ist anders“, sagte er nach der Messfeier. Zwei Hollywoodschaukeln sind aufgebaut worden, an anderer Stelle drei Relaxliegen unter Palmen, ein Sonnenschirm an einem Springbrunnen, davor ein Cocktailtisch. Es gibt Möglichkeiten, zur Besinnung zu kommen bei der Mutter­gottes, und sich in die Welt der Bücher, Malerei und Musik kann sich der Besucher auch vertiefen. All das wurde mit unterschiedlichem Licht in Szene gesetzt. „Das macht Lust, wieder in die Kirche zu gehen“, meinte eine Besucherin aus Iserlohn.
 
Es waren insgesamt 165 Christen, die an diesem Auftakt für die fünfte „JungeKirche“ teilnahmen. Mit dieser Besucherzahl war das Vorbereitungsteam mehr als zufrieden, wurden doch damit alle Erwartungen übertroffen. „Das ist super“, freute sich Lea, die diesmal die Fürbitten mit vortrug.
Diese Messfeier fand in einer ganz besonderen Atmosphäre statt, mit einer „Praystation“ über einem Rundbogen mit einer Discokugel, unter der Pfarrer Andreas Schulte den Gottesdienst zelebrierte. Vor dem mit einem Vorhang verhüllten Altarraum überragte das bunte Zukunftskreuz des Erzbistums Paderborn. Der Ambo dagegen wurde in den hinteren Bereich verlagert, inmitten der Gläubigen.
Die Fastenzeit, so Pfarrer Andreas Schulte, sei die Zeit des Umdenkens, das neue Ausrichten auf Gott. Es sei eine Kurskorrektur erforderlich, um einen Frühjahrsputz für die Seele machen zu können. Die 40 Tage bis Ostern seien die ideale „Trainingszeit“ für diesen Anlass. Die „JungeKirche“ biete sich dafür als Partner an, der ein Programm ausgearbeitet hat, welches ermögliche, mitzumachen und den Bezug zu Gott zu suchen, zu pflegen und zu stärken. Dazu gehörte auch das Aschenkreuz, dessen Asche aus den verbrannten Palmzweigen des vergangenen Jahres gesegnet und Jung und Alt auf die Stirn gezeichnet wurde: „Komm zu dir und glaube an das Evangelium.“ Der erste Anlass dafür ist jedenfalls gemacht in dieser Fastenzeit, in der der Junge Chor aus Iserlohn zum ersten Mal in Langenholthausen sang. 
 
An jedem Öffnungstag soll, so das Ziel der Organisatoren, diese Kirche von jedem Besucher selbst wahrgenommen werden. Michael Sprenger: „Lassen Sie alles auf sich wirken.“ So bei den Jugendmessen an den Sonntagen jeweils ab 18.00 Uhr, und dienstags von 19.00 bis 20.00 Uhr bei „Chill & Pray“. Hier sollen die Kirchenbesucher sich auf das Motto der „JungenKirche 2019“ einlassen: „Komm zu Dir, zu Uns, zu Gott.“
Möglichkeiten hat das Team dafür genug geschaffen, denn sowohl die Liegen als auch die Hollywoodschaukeln sollen genutzt werden. Besonders die beiden Hollywoodschaukeln hatten es den Besuchern angetan. Sanft hin- und herschaukeln inmitten eines blauen Tuches, das von einer Lichterkette eingerahmt wird, das hatte was. Das Lob dafür nahm Ingo Severin gerne entgegen, hatte er doch die Schaukeln für seine Familie selbst hergestellt und für die Fastenzeit an die „JungeKirche“ ausgeliehen. „Die sind auch nicht zu verkaufen“, schmunzelte er. Genügend Anfragen gingen jedenfalls bei ihm ein.

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