Impulse auf Bierdeckeln

Attendorner Glaubenswoche war ein voller Erfolg

„Bier und Bibel“ hieß es im Benediktiner Wirtshaus. Die Arbeitsgruppe mit (v. l.) Manfred Fiebig, Franziska Reuber, Sabine Hogrebe und Stephan Pompe verteilten eigens gedruckte Bierdeckel und gaben geistliche Impulse dazu. Foto: Meinolf Lüttecke

 

Attendorn. „Die zweite Attendorner Glaubenswoche war ein voller Erfolg!“ Da sind sich Dechant Andreas Neuser und Elisabeth Lüttecke, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates von St. Johannes Baptist in Attendorn einig. „­Kreuz­+­Quer“ lautete der Titel der Aktionswoche, die vom 7. bis zum 14. September stattfand.

„Alle Pfarrgemeinderatsmitglieder haben die Projekte mit viel Herzblut vorbereitet und freuen sich über die vielen positiven Rückmeldungen, die sie bekommen haben“, sagt Elisabeth Lüttecke. „Ich glaube, dass gerade die Vielfalt der unterschiedlichen Aktionen einiges ausgemacht hat. Wir haben es geschafft, alle Alters­klassen anzusprechen und auch Menschen für unsere Projekte zu begeistern, die vielleicht ansonsten nicht so viel mit unserer Kirche zu tun haben.“

So wurde beispielsweise nach dem Eröffnungsgottesdienst am Samstagabend, an dem auch das Stadtfest stattfand, die Pfarrkirche mit bunten Strahlern und Kerzen illuminiert und stand für jedermann offen. Viele Leute fühlten sich eingeladen, sich die ungewöhnlich beleuchtete Kirche einmal von innen anzuschauen, Bilder zu machen und vielleicht eine Kerze anzuzünden.

Am Sonntag fand nach dem Hochamt ein Mitmachkonzert mit dem Organisten Martin Nyqvist statt, zu dem sich viele Gottesdienstbesucher eingeladen fühlten.

Eine Aktion der eher geselligen Art stand Montagabend auf dem Programm: Katholiken mit deutschen, polnischen, kroatischen und italienischen Wurzeln trafen sich im Centro Don Bosco am Heggener Weg in Attendorn, dem italienischen Gemeindehaus, zum gemeinsamen Essen und zum Gespräch. Da die kroatische und die italienische Gemeinde stets eigene Gottesdienste feiern, erfuhren alle Teilnehmer den Abend des gegenseitigen Kennenlernens als eine Bereicherung.

„Mit dem Moment, in dem wir sterben, ist das Konstrukt aus Raum und Zeit aufgehoben.“ Roman Mensing begeisterte mit seinen Ausführungen über den christlichen Auferstehungsglauben seine Zuhörer im Collegium Bernardi­num, dem Attendorner Konvikt.

„Bier und Bibel“ – ein Projekt mit ungewöhnlichem Namen, das einige Besucher anlockte, fand am Mittwoch­abend im Benediktiner Wirtshaus statt. Nach einem Wortgottesdienst bestand bei „einem kühlen Blonden“ die Möglichkeit zum Gedankenaustausch. Dabei wurden sieben verschiedene Bierdeckel mit Fotos lokaler Örtlichkeiten gedruckt. Vor Ort wurden geistliche Impulse dazu gegeben.

Der Donnerstag war den Senio­ren und Kranken gewidmet: Im Pfarrzentrum Sel. Adolph Kolping fand unter dem Motto „In Gottes Hand geborgen“ zunächst eine heilige Messe statt, im Anschluss hieran bestand die Möglichkeit, das Sakrament der Krankensalbung zu empfangen. Der Nachmittag klang bei Kaffee und Kuchen aus.

Der in Zusammenarbeit mit dem Franziskuskreis initiierte Friedensweg am Freitagabend wurde ebenso sehr gut angenommen. Viele Gläubige evangelischen, katholischen und muslimischen Glaubens lauschten begeistert einem Vortrag des Paters Nikolaus Kuster im St.-Ursula-Gymnasium; zuvor hatte man sich am Marktplatz getroffen und war den „Friedensweg“ gelaufen. Dabei gab es auch einen kurzen Impuls zum jüdischen Glauben in Attendorn.

Zum Abschluss fand am Samstag die Aktion „Glaubenszeichen“ statt: Kinder des ersten, zweiten und vierten Schuljahres waren eingeladen, an unterschiedlichen Projekten zu den Themen „Das Vaterunser“, „Das Glaubensbekenntnis“ und „Die Bibel“ zu arbeiten – Kreativität war zwar gefragt, aber auch der Spaß kam nicht zu kurz.

„Es wird auf jeden Fall auch eine dritte Attendorner Glaubenswoche geben“, stellt der Pfarrgemeinderat St. Johannes Baptist zufrieden fest.

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