Aktuelle Ausgabe
2012-20

Gespräche im Heinz-Nixdorf-Forum tragen Erfahrungen zusammen und formulieren Handlungsoptionen

Zwischenbilanz für Perspektive 2014

Das Paderborner Computermuseum „Heinz-Nixdorf-Forum“ bietet die Kulisse für die Diskussion von 400 geladenen Teilnehmern zur Zwischenbilanz des pastoralen Prozesses „Perspektive 2014“ im Erzbistum Paderborn.Foto: HNF

Erzbistum/Paderborn (gv). Mit einem diözesanem Forum im Paderborner Museum für Computer, dem Heinz-Nixdorf-Forum, möchte Erzbischof Hans-Josef Becker Ergebnisse und Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre der Perspektive 2014 zusammenführen. Gleichzeitig möchte er aus der Diskussion zur Halbzeit Handlungsoptionen ableiten, wie der Prozess der pastoralen Umstrukturierung in den verbleibenden fünf Jahren umgesetzt werden kann. 400 Multiplikatoren aus dem gesamten Erzbistum sind am 21. November zur Teilnahme am Forum eingeladen.

Vor fünf Jahren, im Oktober 2004, hatte Erzbischof Hans-Josef Becker die „Perspektive 2014“ vorgelegt. Sie verstand sich als Richtungsanzeige, wie sich das Erzbistum in den ersten zehn Jahren seines bischöflichen Wirkens entwickeln sollte. Generalvikar Alfons Hardt rief damals alle Interessierten im Bistum auf, sich an der Umsetzung der „Perspektive 2014“ zu beteiligen. Diese Aufforderung wurde im Bistum auf verschiedensten Ebenen rege aufgegriffen.
Fünf der im Jahr 2004 anvisierten zehn Jahre sind nun vorbei. „Jetzt ist es Zeit für eine Zwischenbilanz“, erklärt Erzbischof Hans-Josef Becker: Welche zentralen Erkenntnisse lassen sich aus den vielen Eingaben und Aktivitäten im Rahmen der „Perspektive 2014“ formulieren? Was beschäftigt die Leitung des Bistums nun, angesichts all dessen, was in den vergangenen fünf Jahren an vielen Stellen im Bistum in Gang gesetzt und der Bistumsleitung vorgelegt wurde? Welche Folgerungen müssen für die nächs­ten Jahre gezogen werden? Die Zwischenbilanz will auf diese Fragen antworten. Sie findet nicht hinter verschlossenen Türen statt, sondern im Rahmen eines „Diözesanen Forums“, einer großen Tagesveranstaltung.
Das Tagungskonzept sieht vor, am Vormittag in kurzen Sequenzen die wichtigsten Erkenntnisse und Einsichten aus den vergangenen Jahren gebündelt vorzustellen. Erzbischof Hans-Josef Becker wird darauf am Nachmittag gemeinsam mit Verantwortungsträgern aus verschiedenen Bereichen im Generalvikariat eingehen und die drei Zielfelder der „Perspektive 2014“ präzisieren. Auf dieser Basis sollen sich im Bistum verbindliche Rahmenbedingungen für pastorales Handeln, für die Setzung von Schwerpunkten und die langfristige Entwicklung von Handlungsfeldern einspielen. Dabei geht es etwa um ein zukunftsfähiges Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen, um das Verhältnis von Gemeinde- und Kategorialseelsorge sowie um eine Stärkung der ortsnahen Seelsorge gerade in den größer werdenden pastoralen Räumen. Weil sich die Zwischenbilanz als „Forum“ versteht, haben im zweiten Teil des Nachmittags die Teilnehmer die Möglichkeit, dem Erzbischof und seinen Mitarbeitern Rückmeldungen auf ihre Vorstellungen zu geben. Die Zwischenbilanz richtet sich an die Öffentlichkeit. Schon am Samstag werden kurze filmische Zusammenfassungen auf der Homepage des Erzbistums zu sehen sein: www.erzbistum-paderborn.de


Derzeit laufen im Erzbistum Paderborn zwei Prozesse:
● Die Perspektive 2014 beschäftigt sich mit Veränderungen in der Pastoral. Wie können Christen ihren Glauben in Zukunft leben. Grundlage dazu ist, dass das Leben der Kirche in Deutschland schon in wenigen Jahren völlig anders aussehen wird.
● Die Struktur 2030, auch Strukturreform genannt, beschäftigt sich mit den

Voraussetzungen, in denen diese Pastoral umgesetzt werden kann. Dabei geht es um die Umschreibung von pastoralen Einheiten und auch die Verteilung der Ressourcen. (Wieviele Kirchen werden wo benötigt oder welche Einrichtungen können getragen werden?)
Anlass zu den Gedanken über die Zukunft ist unter anderem der demografische Wandel sowie die abnehmende Kirchlichkeit, die mit der Pluralisierung der Gesellschaft einhergeht.


24.05.2012
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