Neuer Förderverein hilft Familien bei kleinen finanziellen Nöten
Wenn das Geld für ein Eis nicht reicht
Attendorn/Finnentrop (jon). Geld für das Essen auf der Klassenfahrt, der Eintritt für Schwimmbad oder Kino, das Geld für ein Eis mit Freunden – für viele Kinder ist das ein Problem, weil die Haushaltskasse der Familie das nicht hergibt. Was wenn dann auch noch Hausaufgabenhilfe oder eine andere Förderung dringend notwendig sind, aber das Geld fehlt? „Es gibt Familien, deren Kinder das, was für andere normal ist, nicht haben. Sie sind dadurch ausgegrenzt, weil sie nicht mal eben das Eis oder die Eintrittskarte kaufen können“, weiß auch Peter Mußler, Schulleiter der Grundschule in Fretter. Hier soll der neue gemeinnützige Förderverein „Kinder im Aufwind, Förderverein Attendorn-Finnentrop“ ansetzen.
von Barbara Sander-Graetz
„Wo keiner mehr hilft, wollen wir einspringen“. Unbürokratisch und schnell soll es gehen. „Wir haben vorrangig Kinder und Jugendliche im Visier, die von dem katholischen Jugend- und Familiendienst, Aufwind betreut wurden oder werden“, erklärt Peter Mußler, denn: „Die Mitarbeiter kennen die Familien, wissen oft um deren Probleme. Und die Hemmschwelle, sich an den neuen Förderverein zu wenden, ist dadurch geringer.“
Die Idee zur Gründung dieses Vereins kam Norbert Schulte aus Niederhelden, der die Arbeit von Aufwind hautnah durch die Arbeit seiner Frau Gertraud kennen und schätzen gelernt hat: „Mir war aufgefallen, dass es viele Kinder und Jugendliche gibt, die sich die vermeintlichen Kleinigkeiten nicht leisten können, es aber für sie keine Stelle gibt, die ihnen hilft.“ Zu seinem 65. Geburtstag wünschte sich Norbert Schulte daher keine Geschenke, sondern eine Spende zur Gründung des Fördervereins. 1600 Euro kamen zusammen. Die Idee konnte mit Leben gefüllt werden.
Vorsitzender des Vereins wurde Peter Mußler, Kassierer Wolfgang Hunold-Schneider und Schriftführerin Gertraud Schulte. Norbert Schulte übernahm noch die Kosten für die Eintragung des Vereins und des Faltblatt, das mit allen Infos in vielen Arztpraxen, bei Aufwind Attendorn, im Rathaus, den Banken und Kirchen und bei der Hanse, sowie in Schulen und Kindergärten ausliegen. „Der Bedarf ist groß“, weiß auch Heinz Brüggemann, Leiter von Aufwind, aus seiner täglichen Erfahrung. „Deshalb hoffen wir auf weitere Spender“, so Norbert Schulte.
Info
Wer Unterstützung anbieten möchte oder selbst benötigt, kann sich an Peter Mußler, Tel. 0 27 21 / 8 20 01, oder an Aufwind in Attendorn wenden. Alle Informationen auch unter www.kinder-im-aufwind.de







