Aktuelle Ausgabe
2012-20

Kirche und Pfarrheim der Heilig-Geist-Gemeinde, Iserlohn, unter einem Dach

Wegweisendes Baukonzept umgesetzt

Iserlohn. In der Heilig-Geist-Gemeinde in Iserlohn wurde das Pfarrheim der Gemeinde  im Rahmen einer Renovierungsmaßnahme in die Kirche eingebaut. Am vergangenen Sonntag feieierte die Gemeinde mit Weihbischof Matthias König wieder den ersten Gottesdienst in der umgestalteten Kirche.

In den vergangenen Jahren war es unübersehbarer geworden, dass die Pfarrkirche Heilig Geist um eine Renovierung nicht mehr herum kam. Eine Bestandsaufnahme ergab, dass auch verschiedene Arbeiten am Pfarrheim, untergebracht im Haus gegenüber der Kirche, unerlässlich geworden waren.
Hochrechnungen der Kosten trieben dem Kirchenvorstand Sorgenfalten ins Gesicht. Als keine weiteren Einsparmöglichkeiten mehr erkennbar waren, brach sich eine revolutionären Idee Bahn: das bisherige Pfarrheim soll aufgegeben und in die Kirche integriert werden.
Durch den Verkauf des alten Pfarrheimes könnten Mittel für die Renovierung der Kirche freigesetzt, die laufenden Unterhaltskosten langfristig erheblich gesenkt und dadurch der finanzielle Handlungsspielraum der Gemeinde deutlich vergrößert werden. Da dann aber kein Pfarrheim mehr verfügbar wäre, sollte ein Teil des Kirchenschiffes zu einem neuen Pfarrheim umgebaut werden.
Nach sorgfältigem Abwägen der Vor- und Nachteile dieses Vorschlags wurde Jochen Wagner, mit der Planung des Projektes „Haus im Hause“ oder „Kirche und Pfarrheim unter einem Dach“ beauftragt.
Im Oktober 2008 wurde die Kirche geschlossen, die Gottesdienste in die Kapelle des nahe gelegenen St.-Elisabeth-Hospitals verlegt (Gottesdienste an Wochentagen verblieben in der Kapelle/Krypta im Untergeschoss der Kirche) und das Inventar der Kirche ausgeräumt, um es überarbeiten zu lassen.
Baugerät bestimmte nun das Bild in der hinteren Hälfte des Kirchenschiffs. Tiefe Löcher wurden gegraben, Fundamente, die tragenden Säulen und die erste Zwischendecke des zukünftigen Pfarrheims gegossen.
Darauf wurden der neue Platz für die Orgel vorgesehen, dahinter zwei Gruppenräume eingerichtet und im Geschoss darüber die Belüftungsanlage installiert.
Unten entstanden, hinter einem Eingangsbereich, mit Hilfe beweglicher Trennwänden ein großer und ein kleiner Versammlungsraum, die gegebenenfalls zu einem, größeren Raum zusammengefasst werden können. Eine Beichtkapelle, die Küche, Toiletten  und ein Stuhllager fanden in den Seitenschiffen ihren Platz. Auch der Altar- und Chorraum wurde neu gestaltet. Mit der farblichen Gestaltung der Wände des Kirchenschiffs und der Rückkehr der nun res­taurierten Heiligenfiguren an ihre „angestammten“ Plätze, erhielt die Kirche einen fast mediterranen Charakter.  

Weitere Infos mit Fotos von den einzelnen Bauabschnitten im Internet unter: www.hl-geist-iserlohn.de


24.05.2012
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