Pastoralverbund Olpebach-Täler fördert Schulbau in Nigeria
Von den Quellen zum MEHR
Olpe. Seit einigen Jahren arbeitet der Pastoralverbund Olpebach-Täler nach der Konzeption „Von den Quellen zum MEHR“. Einer der Schwerpunkte lautet: „Wir schauen über den Tellerrand hinaus.“ Dieses Anliegen möchte der Pastoralverbundsrat jetzt konkret umsetzen. Die Pfarrei St. Marien in Olpe und die Gemeinden des Kirchspiels Kleusheim unterstützen ein Schulbauprojekt in Nigeria.
Aus dem Ort Adazi-Enu stammt Pastor Mikejoe Okpalanozie. Er wurde 1993 in der Diözese Awka zum Priester geweiht und ist seit einigen Jahren in Deutschland zum Studium. Zurzeit arbeitet er an seiner Promotion, die er an der Theologischen Hochschule Vallendar bestehen möchte. Pfarrer Friedhelm Rüsche und Pastor Mikejoe Okpalanozie haben sich im November 2004 in Vallendar am Rande eines Seminars zum Glaubenskurs „Das Feuer neu entfachen“ kennengelernt.
Im Herbst 2005 war „Mikejoe“, wie er hier der Einfachheit halber genannt wird, im Pastoralverbund Olpebach-Täler erstmals aushilfsweise tätig. 2009 hat Mikejoe Pfarrer Rüsche und seiner Haushälterin Rita Siepe seine Heimat Nigeria gezeigt. Auch das Dorf Adazi-Enu und die „Nursery- and Primary-School“ der Pfarrei St. Dominic waren Ziele der Reise.
Der Ort Adazi-Enu liegt im süd-nigerianischen Bundesstaat Anambra und dort im Regierungsbezirk Anaocha. Die Bevölkerung gehört zur Ethnie und Sprachfamilie der Igbo. Die Menschen in der ländlichen Gegend leben von der Landwirtschaft, vor allem vom Anbau von Mais, Reis, Yams und Maniok. Die Bauern sind meist arm, da die landwirtschaftlichen Erzeugnisse keinen hohen Gewinn erwarten lassen. Landflucht und rasante Verstädterung sorgen für eine ungünstige wirtschaftliche Ausgangssituation. Die familiäre Entwurzelung und soziale Verelendung in den Städten sind Hinweis darauf, dass Probleme verlagert und verschlimmert, aber nicht gelöst werden.
Die Pfarrei St. Dominic betreibt – wie viele Kirchengemeinden – seit Jahren eine „Nursery- and Primary-School“ und garantiert eine gute und von katholischer Glaubenshaltung geprägte Bildung und Erziehung. Die meisten Menschen im Bundesstaat Anambra sind katholisch. Der Schultyp „Nursery and Primary“ ist eine Kombination aus Kindergarten und Grundschule. Die etwa 250 Schüler sind zwischen 3 und 13 Jahren alt. Sie sind sehr aufgeweckt und interessiert, zeigen ein hervorragendes Sozialverhalten und sind einfach dankbar für alles, was sie bekommen.
Das Hilfsprojekt beinhaltet den Bau eines neuen Schulgebäudes auf dem bestehenden pfarreieigenen Grundstück. Der viel zu kleine und baufällig gewordene Altbau wird abgerissen, damit an derselben Stelle ein Neubau entstehen kann.
Der dreigeschossige Neubau wird überwiegend in Eigenleistung durch Gemeindeangehörige ausgeführt. Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ begleitet und unterstützt die Maßnahme. Von den Gesamtkosten in Höhe von 100000 Euro übernimmt das Kindermissionswerk 70000 Euro. Das Ergebnis der Sternsingeraktion 2011 im Pastoralverbund wird gezielt diesen 70000 Euro zugeführt. Das bedeutet: Was die „Heiligen Drei Könige“ am 9. Januar in den Olpebach-Tälern ersingen, geht über das Kindermissionswerk direkt nach Adazi Enu.
Darüber hinaus möchte der Pastoralverbundsrat zum Eigenanteil der Pfarrei St. Dominic in Höhe von 30000 Euro durch Spenden beitragen.
Spenden sind möglich auf die Konten der Pfarrei St. Marien, Konto-Nr.: 38802, Sparkasse Olpe, BLZ: 46250049, Stichwort: Nigeria.
Informationen bei Pfarrer Friedhelm Rüsche, Tel.: 02761/61844 und Rita Siepe, Tel.: 02761/65702.







