Nach 149 Jahren Abschied vom St.-Marien-Krankenhaus am 2. Februar
Vincentinerinnen verlassen Siegen
Siegen (jon). 149 Jahre lang prägten sie das Leben im St.-Marien-Krankenhaus in Siegen. Nun verlassen die Vincentinerinnen Siegen.
Der Orden mit Sitz in Paderborn zieht sich aus der Krankenpflege in Siegen zurück. Ausschlaggebend sei das Alter, sagte Siegens Oberin Schwester Luciosa. Die vier verbliebenen Schwestern sind zwischen 74 und 84 Jahren alt. Und neue Schwestern für den Siegener Konvent waren nicht in Sicht. Mit einer heiligen Messe in der St.-Michaels-Kirche Siegen, zelebriert von Weihbischof Hubert Berenbrinker, und einem Empfang werden die Ordensschwestern am Dienstag, 2. Februar, 15 Uhr, verabschiedet.
Ganz ohne Ordensschwestern wird das Siegener Krankenhaus dennoch nicht sein: Vier Schwestern aus Indien, die „Medical Sisters of St. Joseph“, führen das Werk der Vincentinerinnen fort. Vor 20 Jahren hatte die Oberin sie in Ermangelung eigenen Ordensnachwuchses nach Siegen geholt. Sie arbeiten als Krankenschwestern in verschiedenen Fachdisziplinen.
Das provisorische Marienhospital nahm 1861 seinen Betrieb auf. Die Leitung übernahmen zwei der „Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vincenz von Paul“. Schnell wurde die 11-Betten-Einrichtung zu klein. 1869 bezog man den Neubau am Kampen in Siegen. Dort befindet sich das Krankenhaus mit 441 Betten noch heute.
In all den Jahren stützte sich das Leben des Konvents auf die drei Säulen Gottesdienst, Gebet und Gemeinschaft. Zumindest das wird sich für die vier Vincentinerinnen auch künftig nicht verändern.






