Die Deutsche Bischofskonferenz tagt vom 14. bis 17. März erstmals in Paderborn
Vier Tage Programm an der Pader

- Erzbischof Zollitsch zelebriert den Eröffnungsgottesdinst am 14. März. Foto: KNA
Erzbistum. Zum ersten Mal in der Geschichte der Vollversammlungen der Deutschen Bischofskonferenz tagt der gesamte deutsche Episkopat bei seinem diesjährigen Frühjahrstreffen in Paderborn. Vom 14. bis 17. März erwartet die höchsten Repräsentanten der katholischen Kirche in Deutschland ein volles Programm in der Stadt an der Pader.
von Maria Aßhauer
Zum Auftakt wird der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, am 14. März um 15 Uhr im Tagungs- und Pressezentrum, dem „Welcome Hotel“, zu einem Statement und einem Fototermin vor die Medien treten. Im Anschluss steht um 16 Uhr im Sitzungssaal ein Bildtermin mit allen 70 Kardinälen, Erzbischöfen, Bischöfen und Weihbischöfen auf der Tagesordnung.
Weitere Pressegespräche mit einzelnen Mitgliedern der Bischofskonferenz sind für den 15. und 16. März jeweils um 13 Uhr geplant: Inhalt des ersten Termins am Dienstag werden die zentralen Programmelemente der bevorstehenden Apostolischen Reise von Papst Benedikt XVI. im September nach Deutschland sein, während am Mittwoch der auf jeder Vollversammlung durchgeführte Studientag thematisiert wird, welcher in diesem Jahr der Ökumene gewidmet ist. Den Abschluss bildet eine Pressekonferenz am 17. März um 14 Uhr, bei der Erzbischof Robert Zollitsch ein Resümee ziehen wird. Der erste geistliche Höhepunkt wird der Eröffnungsgottesdienst am 14. März um 18.30 Uhr im Hohen Dom sein, den Erzbischof Robert Zollitsch zelebrieren wird. Zum Zeichen der Umkehr und Neuausrichtung wird der Gottesdienst mit einem besonders gestalteten Bußakt beginnen.
Inhaltlicher Schwerpunkt der Tagung wird die Ausgestaltung des auf der letzten Zusammenkunft beschlossenen Gesprächsprozesses zwischen Deutscher Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken sein. Getreu dem Leitwort des Deutschen Katholikentages 2012 in Mannheim, „Einen neuen Aufbruch wagen“, soll gemeinsam überlegt werden, wie die Kirche ihren Verkündigungsauftrag in der heutigen modernen Gesellschaft lebensnah erfüllen kann.
Beim Studientag zum Thema „Ökumene“ soll eine Bestandsaufnahme der ökumenischen Diskussion 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil erfolgen. Paderborn kann in diesem Kontext auf eine positive Bilanz verweisen: Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Pa-derborn dank engagierter Wegbereiter wie dem ehemaligen Paderborner Erzbischof Lorenz Kardinal Jaeger zu einem bedeutenden Zentrum des interkonfessionellen Dialogs mit den evangelischen Mitchristen.
Neben der Vorbereitung des anstehenden Deutschlandbesuchs Papst Benedikts XVI. wird es im Rahmen der Sitzungen des Weiteren um die Fortschritte in der Erarbeitung eines neuen gemeinsamen Gebet- und Gesangbuches gehen. Auch die Verabschiedung eines Bischofswortes zur Zukunft der Pflege im Alter wird ein inhaltlicher Aspekt sein.
Keine bischöfliche Vollversammlung lebt jedoch ausschließlich von ihren inhaltlichen Beratungen. Auch in Paderborn wird das gemeinsame Gebet der Bischöfe daher jeweils den Tag eröffnen. Morgens um 7.30 Uhr werden die Teilnehmer in der Kirche St. Georg an der Neuhäuser Straße in einer Eucharistiefeier gemeinsam beten. Die Gottes-dienste richten sich je nach Tag speziell an Schulen, an Verbände sowie an Ordensgemeinschaften – ähnlich wie die Paderborner es als gute Libori-Tradition kennen. Alle Gläubigen sind zu diesen Gottesdiensten mit den Bischöfen herzlich eingeladen.
Am Mittwochabend steht westfälische Gastlichkeit auf dem Programm: Die Bischöfe kommen gemeinsam mit dem Paderborner Metropolitankapitel zu einem „Paderborner Abend“ im Audienzsaal der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz Schloß Neuhaus zusammen.






