Aktuelle Ausgabe
2012-20

Der Weihnachts- und Neujahrsgruß von Propst Andreas Coersmeier

Veränderungen gestalten

Blickt optimistisch in die Zukunft: Propst Andreas Coersmeier. Foto: pdp

Dortmund. Trotz aller Veränderungen, der sich Kirche und Gesellschaft ausgesetzt sehen, gebe es gute Gründe, voller Hoffnung in die Zukunft zu sehen, stellt Propst Andreas Coersmeier in seinem Gruß zu Weihnachten und zum neuen Jahr fest: Vieles könne neue Früchte tragen. Voraussetzung aber sei, so der Stadtdechant, die Augen nicht zu verschließen und stattdessen die Veränderungen in den Blick zu nehmen und aktiv zu gestalten. Ein Punkt dabei wird die nächste Zukunftskonferenz der katholischen Kirche in Dortmund am 19. Juni 2010 sein.

von Andreas Coersmeier

„… über den Tag hinaus …“, hieß zum Jahresbeginn 2009 die Überschrift unsers Lichtmesstreffens. Wir wollten über den Tag und den Tellerrand blicken. Die äußeren Bedingungen fordern uns dazu heraus. Die katholische Kirche insgesamt wird sich verändern, in ganz Deutschland, im Erzbistum Paderborn und damit auch in Dortmund. Es ist unsere Aufgabe, diese Veränderungen rechtzeitig in den Blick zu nehmen und nach Gestaltungsmöglichkeiten zu suchen. Das haben wir im früheren Dekanat Dortmund-Mitte schon 2004 bei einer Zukunftskonferenz getan und ebenso 2008 beim Dortmunder Katholikentag.
Inzwischen sind die größeren Pastoralverbünde beschlossen und die ersten Großgemeinden gebildet. Manches wird nicht mehr so sein, wie es lange war. Anderes kann neu heranwachsen und Früchte tragen, so wie mittlerweile einige der Weinstöcke, die wir zum Lichtmesstreffen 2007 an die Pastoralverbünde gegeben haben. In dieser Hoffnung sehen wir auch unsere nächste Zukunftskonferenz am 19. Juni im neuen Jahr: „Die fetten Jahre kommen noch! Katholische Kirche gestaltet Zukunft!“
Zurück und nach vorn blicken, darum ging es 2009 auch bei der Feier mehrerer Jubiläen: Das Katholische Forum wurde 25, die Kommende Dortmund 60 Jahre alt, Borussia Dortmund begann im Dezember 2008 die 100-Jahr-Feier in der Dreifaltigkeitskirche und die „junge kirche dortmund“ feierte ihr fünfjähriges Bestehen.
„Leben ist mehr“ heißt der Leitspruch, des Katholischen Forums seit 25 Jahren. Mitten in der Stadt ist das Forum zu einer Anlaufstelle für Menschen geworden, die genau dieses „Mehr“ im Leben suchen. Ein „Mehr“ an Offenheit und Begegnung, Lebens­orientierung und Gemeinschaft, Spiritualität und Sinn. Um die Frage nachdem, was im Leben und in der Gesellschaft trägt, ging es auch beim Jubiläum der Kommende, dem Sozialinstitut des Erzbis­tums Paderborn. Seit 60 Jahren sorgt die Kommende von Dortmund aus dafür, dass in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sozialethische Fragen aktuell bleiben und weiter entwickelt werden.
Fünf Jahre nach ihrer Gründung freute sich die „junge kirche dortmund“ über einen neu gestalteten Gottesdienstraum. BVB-Spieler Sebastian Kehl sprach hier mit Jugendlichen über seinen Glauben und auch darüber hinaus gab es in der „jungen kirche dortmund“ zahlreiche kreative Aktionen. Kreativ und vor allem aktiv waren hunderte Jugendliche bei der 72-Stunden-Aktion. An zahlreichen Orten in Dortmund setzten sie soziale Projekte um und zeigten so, was die katholische Kirche in Dortmund auch ist: jung und engagiert.
Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2010.


24.05.2012
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