Soester Dombauverein will noch mehr Mitglieder anwerben
Über 60000 Euro für St. Patrokli
Soest. Der St.-Patrokli-Dombauverein steht ein halbes Jahrzehnt nach seiner Gründung gut da. Rund 60800 Euro konnten an die Kirchengemeinde für förderungswürdige Projekte in den letzten Jahren überwiesen werden. Für dieses Jahr sollen Vierungsturm, Nicolaikapelle und die Patroklusfigur im Westwerk des Domes renoviert oder besser ausgestattet werden. Dies wurde in der Mitgliederversammlung des Vereins deutlich. Hans-Joachim Sperling dankte im Namen des Kirchenvorstandes dem Vereinsvorstand und den Vereinsmitgliedern für das persönliche Engagement und die bislang geleistete Arbeit.
Schatzmeister Wolfgang Cohausz trug die aktuellen Zahlen vor und beschrieb die anstehenden Projekte: So sollen für die Nicolaikapelle Ambo und Schriftenstand angeschafft werden; der Verein kann hier 2000 Euro bereitstellen. Für die Ausleuchtung der Patroklusfigur im Westwerk stehen 1500 Euro bereit; für die Renovierungsarbeiten des Vierungsturmes noch einmal 8000 Euro. Dabei kann der Verein auf eine gesunde Finanzstruktur und wachsende Mitgliederzahlen blicken. Abgesehen von den verbindlichen Finanzierungszusagen standen mit Ende des Geschäftsjahres 2009 noch 17000 Euro freie Mittel zur Verfügung; die Einnahmen für 2010 werden auf rund 12500 Euro hochgerechnet.
Die Anzahl der Vereinsmitglieder liegt trotz einiger Abgänge (Todesfälle, umzugsbedingte Austritte) netto um sechs Köpfe höher als vor Jahresfrist. „Wir wollen hier aber noch etwas bewegen; wir wollen den Verein größer und damit auch einflussreicher machen“, so der 1. Vorsitzende Friedrich G. Siedler. Derzeit werden an einer Mitgliedergewinnungskampagne gearbeitet.
Nach der Vereinsversammlung, die wie meistens um Kirchweih stattfand, zelebrierte Propst Josef Heers ein Hochamt mit Unterstützung des Domchores; danach fand das gesellige Beisammensein im Kreuzgang statt: Imbiss, Getränke, Gespräche und Musik vom Duo Jazz Indigo (Patrik Porsch und Klaus Schneider).
Der St.-Patrokli-Dombauverein setzt sich für die Unterhaltung und die Restaurierung des Soester St.-Patrokli-Domes ein. Das über 1000 Jahre alte Monument ist ein westfälisches Wahrzeichen und prägt mit seiner wuchtigen Erscheinung seit jeher die Soester Innenstadt.
Damit dies auf Dauer so bleiben kann, hat sich im Jahre 2004 der St.-Patrokli-Dombauverein gegründet. Denn wenn auch kirchliche Bauwerke ein Fingerzeig der Ewigkeit sind, so sind sie letztlich doch irdische Gebäude und unterliegen demzufolge dem allgemeinen Verfall durch Witterung, Wind, Regen, Sonnenlicht und Abgasen. Für den aus empfindlichem Grünsandstein gemauerten Patroklus-Dom gilt das in besonderem Maße.







