Aktuelle Ausgabe
2008_46

Festessen für die Schwestern und Brüder von der Straße

Tabak ist am beliebtesten

Zu einer kurzen Andacht und einem Festmahl im Garten des Salesionerklosters hatte eine Gruppe von Ordensleuten die „Brüder und Schwestern von der Straße“ eingeladen. Das Angebot wurde dankbar angenommen. Eine Tanzgruppe aus Ibiza sorgte für die UnterhaltungFoto: Vieler

Paderborn. „Über das Päckchen Tabak freuen sie sich immer am meisten“, sagt Schwester Elrike. Zusammen mit einigen anderen Ordensleuten lädt sie jedes Jahr zum Liborifest Obdachlose, die Schwestern und Brüder von der Straße zu einer kurzen Andacht und zu einem Festmahl ein. Gut 70 Männer und Frauen folgten in diesem Jahr der Einladung.

Eingeladen wurden die Wohnungslosen wie immer persönlich. „Zu den meisten haben wir ohnehin Kontak“, erklärt Schwester Elrike, die von der Diözese zur Seelsorge an Wohnungslosen beauftragt ist. Seit über 20 Jahren würden die Ordensschwestern, anfangs noch im Wechsel mit den Franziskanern, in der Liboriwoche ein kleines Fest für die „Brüder und Schwestern von der Straße“ ausrichten. Besonders beliebt seien dabei die Gastgeschenke. In diesem Jahr enthielten die liebevoll gepackten Tüten einen Waschlappen mit Duschbad und natürlich ein Päckchen Tabak mit Blättchen und Feuerzeug.
Zunächst wurde jedoch gemeinsam eine Andacht in der kleinen Kapelle des Salesianerklosters gefeiert, in der auch der Verstorbenen gedacht wurde. Anschließend gab es dann im Garten ein Grillfest mit musikalischer Begleitung einer Gruppe aus Ibiza.
„Diesen Menschen eine Freude machen zu können, ihre Dankbarkeit zu spüren, das macht einfach Spaß“, waren sich Schwester Maria Gabriele und Schwester Antonia einig. ber


21.11.2008
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