Aktuelle Ausgabe
2012-20

50 Jahre Grundsteinlegung St. Vinzenz von Paul in Witten

Spontanes Fest gefeiert

Pfarrer Zaranski mit Ministranten.

Witten. Die Gottesdienstbesucher der St.-Vinzenz-von-Paul-Gemeinde feierten jetzt ein spontanes Fest. Anlass war der 50. Jahrestag der Grundsteinlegung zu ihrer Pfarrkirche, weshalb Pfarrer Pater Kasimir Zaranski CR einen Sektempfang ausrichtete. „Das war eine spontane Idee, weil ich der Meinung bin, dass man den Menschen, die den Bau der Kirche und ihre Erhaltung durch ihre zahlreichen Spenden ermöglicht haben, einmal Dankeschön sagen muss“, so Zaranski. 

Die ersten Bemühungen, eine Kirche im Osten der Stadt zu bauen, reichen bis in das Jahr 1918 zurück. Pfarrer Gabriel teilte am 2. Juni 1918 dem Paderborner Generalvikariat mit: „Im Osten der Stadt Witten, welches religiös am meisten gefährdet ist und wohin die ganze Industrie der nächsten Jahre drängt, muss eine neue Kirche gebaut werden.“ Ein Jahr später wurde ein Bauplatz erworben. Das über vier Morgen große Grundstück an der Rüdinghauser Straße, auf dem heute die St.-Vinzenz-von-Paul-Kirche steht, kostete 1919 „nur“ 37600 Mark.

Doch erst am 21. Februar 1961 konnte der erste Spatenstich für die neue Kirche erfolgen. Am 19. Juli 1961, dem Namenstag des heiligen Vinzenz von Paul, war die feierliche Grundsteinlegung. Im Dezember 1962 wurde die Kirche fertiggestellt. Am 29. März 1963 wurde die Kirche St. Vinzenz von Paul durch den Paderborner Weihbischof Dr. Paul Nordhues geweiht. Von 1961 bis 1963 wurde St. Vinzenz als Vikarie von St. Marien geführt, zum 1. Januar 1964 wurde die Pfarrgemeinde St. Vinzenz errichtet.

Anstoß zur Namensgebung der Kirche war der 300. Todestag des Heiligen im Jahr 1960. Im Jahr 1963 – nach der Weihe – brachte eine Pilgergruppe von einer Wallfahrt zum Grab des heiligen Vinzenz in Paris Reliquien des Heiligen nach Witten, wo sie seitdem im Seitenaltar der Kirche ruhen. 

Die junge St.-Vinzenz-von-Paul-Gemeinde entwickelte sich unter Pfarrer Heribert Hunold prächtig und so konnte dieser, als er im Jahr 1990 in den wohlverdienten Ruhestand trat, auf ein gelungenes Werk zurückblicken. Pfarrer Pater Kasimir Zaranski trat am 1. September 1990 seine Nachfolge an und musste im Laufe der letzten 20 Jahre umfangreiche Renovierungsarbeiten an den langsam in die Jahre gekommenen Gebäuden durchführen lassen. Seit seinem Amtsantritt konnten so eine Vikarie errichtet sowie Pfarrhaus, Pfarrheim und der Kindergarten umfassend renoviert werden.

„Als nächstes steht die Generalrenovierung der Kirche an“, berichtet Zaranski. „Noch in diesem Jahr soll eine umfangreiche Erneuerung des Kirchendachs begonnen werden. Ab Mai nächsten Jahres erfolgt dann die Generalsanierung des Kircheninnenraumes. Die ,neue‘ alte Kirche soll dann mit dem Patronatsfest im September 2012 wieder von der Gemeinde in Besitz genommen werden.

 

 


24.05.2012
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