Aktuelle Ausgabe
2012-20

Erzbischof Becker besuchte die St.-Ursula-Schulen in Attendorn

„Schule ist Ort, um Kirche zu erleben“

Bei kurzen Unterrichtsbesuchen gewann Erzbischof Hans-Josef Becker vielfältige Eindrücke vom Schulalltag der beiden St.-Ursula-Schulen in Attendorn, die vom Erzbistum Paderborn getragen werden.

Attendorn (pdp). Das Erzbistum Paderborn engagiere sich intensiv im Bereich der Schulen, sie seien ein wichtiges Feld der Seelsorge, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker bei seinem Besuch der St.- Ursula-Realschule und des St.-Ursula-Gymnasiums in Attendorn. „Wir haben in den vom Erzbistum Paderborn getragenen Schulen ein wichtiges Potential der Begleitung und Seelsorge an Kindern und Jugendlichen“, so Becker, der erstmals im Rahmen seiner Rundreise durch die insgesamt 18 Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn die St.-Ursula-Schulen in Attendorn besuchte. 

Das Besuchsprogramm für den Erzbischof an den beiden Schulen in Attendorn mit über 1 400 Schülern war umfangreich: Ein Gottesdienst mit den Schülerinnen und Schülern der fünften bis siebten Klassen der Realschule und des Gymnasiums im Sauerländer Dom, Unterrichtsbesuche in beiden Schulen, Gespräche mit den Schulleitern, Lehrern und Elternvertretern und ein Gespräch mit den Religionslehrern beider Schulen standen auf dem Programm. 

„Ich freue mich, dass das Erzbistum Paderborn als Schulträger durch Ihren Besuch ein Gesicht bekommt und wir diesen Tag mit Ihnen so beginnen können, wie es für uns als katholische Schulen in Attendorn wichtig ist: Im Namen unseres Gottes“, sagte Pastor Markus Ratajski, Schulleiter des St.-Ursula-Gymnasiums, zur Begrüßung.

Zu Beginn feierten Erzbischof Becker, Pastor Ratajski und Schulseelsorger Michael Lütkevedder in der von Schülern und Lehrern der Klassen fünf bis sieben voll besetzten Pfarrkirche St. Johannes Baptist einen Gottesdienst. „Ich möchte Euch Mut machen, mit Jesus Christus mehr und mehr in Kontakt zu treten. Er ist für uns Menschen da, er unterstützt uns“, sagte Erzbischof Becker in seiner Ansprache. Gott begleite die Menschen, sie könnten mit ihm in Gebet und Gottesdienst in Verbindung treten und seinen Beistand erfahren. 

Bei seinen Besuchen in den Unterrichtsstunden von Realschule und Gymnasium wurde der Erzbischof von den Schülerinnen und Schülern freudig begrüßt, die munter die Gelegenheit für Fragen nutzten. Über seine Biografie, seine Hobbys und seinen Berufswunsch als Jugendlicher hinaus informierte Becker froh gelaunt auch über seine Aufgaben als Paderborner Erzbischof. 

Die von ihm an den beiden Schulen wahrgenommene Vielfalt und Lebendigkeit schenke ihm Freude und mache ihm Mut, sagte Erzbischof Becker im Gespräch mit Pastor Ratajski, Schulleiter des St.-Ursula-Gymnasiums, und Georg Geers, Schulleiter der St.-Ursula-Realschule. „Schule ist ein wichtiger Ort, um Kirche zu erleben.“ Dabei sei das neue Leitbild für die Schulen in Trägerschaft des Erzbistums ein guter Rahmen für ein lebendiges Schulleben. 

„Wir dürfen den Schülern die uns möglichen Antworten auf ihre Fragen nicht schuldig bleiben. Insbesondere im religiösen Bereich müssen wir ihnen unsere Antworten präsentieren und vorleben“, sagte der Erzbischof beim Treffen mit den Lehrerinnen und Lehrern der beiden Schulen. Der Bereich Schule gewinne mehr und mehr Bedeutung als Ort der Verkündigung, an dem Schüler in Beziehung kommen könnten zu dem, was für Christen das Leben ausmache.  

Im Gespräch mit den Religionslehrerinnen und Religionslehrern von Realschule und Gymnasium betonte Erzbischof Becker deren Bedeutung: „Sie sind als Religionslehrer mit ihrer Existenz ‚Bekenner’. Sie sind herausgefordert, deutlich und klar zu benennen, wo Sie stehen.“ Religionsunterricht solle nicht als „Religionskunde“ „neutral“ sein, vielmehr würden Religionslehrer als „Lehrer der Religion“ in Wort und Vorbild bezeugen, was ihnen wichtig sei. 


24.05.2012
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