Aktuelle Ausgabe
2012-20

Bildungsstätte St. Bonifatius in Elkeringhausen schärft weiter ihr Profil

Schauen, was die Menschen brauchen

Neues Team, neues Profil, neue Angebote: Geschäftsführer Christof Schmidt, Silke Otto, Direktor Ullrich Auffenberg vor dem künftigen Pilgerhaus mit Baujahr 1929.Foto: Schlichter

Elkeringhausen. Der Personal-Wechsel brachte alles ins Rollen. Mit einer neuen Leitung, neuer Struktur und neuen Angeboten startet die Bildungsstätte St. Bonifatius in Elkeringhausen in das nächste Programm. Profilierte Seelsorge-Angebote, ein Führungs-Trio mit veränderten Aufgaben sowie künftig ein eigenes Pilgerhaus runden den Auftritt von Elkeringhausen ab. Und setzen fort, was das Haus bereits bei Gründung im Jahr 1928 war: ein Schritt in eine ganz neue Richtung.

von Christian Schlichter

Nach 32 Jahren war Heinrich Hupe zum Jahreswechsel als Leiter des Hauses ausgeschieden. Sein Posten wurde neu besetzt mit Silke Otte. Die ehemalige Regionalreferentin, die in den vergangenen Jahren in Paderborn an der Konzeption der Pastoralverbünde mitgearbeitet hatte, ist zwar als stellvertretende Leitung eingestiegen. Im neuen Leitungsteam hat neben Geschäftsführer Christoph Schmidt nun aber nur noch Direktor Ullrich Auffenberg als Priester allein den Hut auf.
Gemeinsam hat sich das Team nach dem Wechsel auf den Weg gemacht, um die eigene Positionierung zu überprüfen. „Was nehmen wir von all dem mit, was entstanden ist?“, sei eine der Fragen gewesen, berichtet Auffenberg.   Elkeringhausen sei im Bistum ein Haus, das seelsorglich an den Lebenssituationen der Menschen arbeite. Dort solle akzentuiert weitergemacht werden, so der Direktor. „Professionelle Seelsorger werden immer weniger“, ging er auf die personelle Situation des Bistums ein. Aufgabe des Hauses werde deshalb künftig sein, neben den Kursen für Betroffene von Trauer oder Scheidung auch Menschen zu qualifizieren, in der heilenden Seelsorge tätig zu sein, so Silke Otte. „Wir wollen die Lebensfelder abklopfen um zu sehen, wo der Bedarf der Menschen ist“, beschreibt das Auffenberg. Wie gut das klappt zeigen übrigens die Zahlen: das Haus mit seinen bis zu 80 Betten hat 60 Prozent Eigenbelegung über die angebotenen Kurse, die übrigen Gäste kommen ausschließlich aus dem kirchlichen Bereich. Direkt sichtbar wurde der Weggang Hupes übrigens in einem der Stammhäuser der Anlage am Hang oberhalb des Ortes Elkeringhausen bei Winterberg. Denn dort, wo vor 80 Jahren Pfarrer Lutz mit seiner Studentenseelsorge die Keimzelle für das heutige Bildungsstätte gelegt hatte und später die Leiter wohnten, wird nun ein Pilgerhaus entstehen.
Neue Zielgruppen interessierter Wanderer am Rothaarsteig hat der Direktor auf der einen Seite im Auge. Zugleich will er mit den 32 neuen Betten aber ein anderes Ziel verfolgen: Vom Selbstversorgerhaus bis zum vollen Service soll das Angebot reichen. Das solle es Gruppen ermöglichen, zu ganz günstigen Preisen ohne die sonst übliche Vollverpflegung in Elkeringhausen Station zu machen. Auch dort wolle die Leitung darauf schauen, was die Menschen suchten und brauchten. 


24.05.2012
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