Aktuelle Ausgabe
2012-20

Kolping-Entwicklungshilfe e. V. feiert sein 25-jähriges Bestehen

Rückblick auf ein Vierteljahrhundert

Diözesanpräses Ansgar Wiemers, Monsignore Alois Schröder, Vorsitzender Georg Rother und Generalsekretär Hubert Tintelott (v. l.)freuten sich über das halbrunde Jubiläum. Foto: Lehmich

Bielefeld (ale/rtl). Seit einem Vierteljahrhundert im Dienst der guten Sache: Der Kolping-Entwicklungshilfe e. V. der Bezirke Bielefeld-Lippe-Minden feierte kürzlich in der Gemeinde Herz Jesu in Bielefeld-Brackwede sein 25-jähriges Bestehen.  

Ein Festgottesdienst in der Pfarrkirche Herz Jesu mit Diözesanpräses Ansgar Wiemers, dem ehemaligen Diözesan- und Bundespräses Monsignore Alois Schröder und Pfarrer Stefan Tausch stand am Beginn der Feier zum 25-jährigen Jubiläum. 

Im Anschluss daran hatte der Verein in das der Kirche angeschlossene Pfarrheim geladen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Georg Rother folgte ein Rückblick auf 25 Jahre Kolping-Entwicklungshilfe der Bezirke Bielefeld-Lippe-Minden. Dabei zeigte sich, dass sich der Verein von Beginn an gut entwickelt hatte.

Am 12. September 1985 gründeten zwölf Kolpingmitglieder aus Bielefeld zusammen mit ihrem Bezirkspräses Pfarrer Hans Julius Prüfert den Kolping-Entwicklungshilfeverein Bielefeld, für den bereits in den Jahren 1986/1987 die Aufnahme ins Vereinsregister und die Gemeinnützigkeit beantragt wurde. Die Förderung des ersten Projektes galt dem Aufbau einer Handwerker-Werkstatt in Höhe 10 000 Mark in L Sarena/Chile. 

Schnell kamen neun neue Mitglieder hinzu und in den folgenden Jahren begleiteten  die ersten Kolpingsfamilien aus dem Bezirk Bielefeld die Entwicklungshilfearbeit mit eigenen Aktionen. Es wurden der Aufbau einer Multiwerkstatt in Los Angeles/Chile (1988), der Aufbau einer Lehrwerkstatt in Padre las Casas/Chile (1989) und die Einrichtung einer Nähwerkstatt in Ciudad Juarez in Mexiko (1990) gefördert. Neu hinzu kam das Sammeln abgestempelter Briefmarken.

1995 begann nach Verhandlungen des Kolping Diözesanverbandes mit Kaffeebauern aus der Region Chiapas in Mexiko der Verkauf von Tatico-Kaffee und die Förderung weiterer Projekte in den Jahren 1991 bis 1995 in Mexiko. 1997 besuchten fünf verantwortliche Mitarbeiter des Mexikanischen Kolpingwerkes die Kollegen in Bielefeld-Brake und Minden. Ferner traten die Kolpingbezirksverbände Lippe und Minden dem Bielefelder Verein bei. Im Jahr 1998 wuchs die Mitgliederzahl auf 125.

Besonders wichtig war 2005 die Gründung der Kolping-Entwicklungshilfe-Stiftung-Bielefeld mit einem Stiftungskapital von 50 000 Euro. Zu dem Zeitpunkt zählte der Verein bereits 140 Mitglieder.

Inzwischen hat das Kolpingwerk des Diözesanverbandes Paderborn weitere Länder aus der Karibik als Partnerländer benannt. Aus diesen Ländern waren 2009 Abordnungen zu Gast in Brackwede und im Kolpingbezirk Lippe.

Zudem ist im Jubiläumsjahr die Zahl der Mitglieder auf 150 angewachsen. In den 25 Jahren seines Bestehens förderte der Kolping-Entwicklungshilfe Bielefeld-Lippe-Minden e. V. insgesamt Projekte in Höhe von 628 849 Euro.

„Wenn auch das Thema internationale Solidarität angesichts eigener Probleme bei uns im Land etwas aus der Mode gekommen ist, so bleibt die Aufgabe doch bestehen und wir alle tragen Verantwortung an der Lösung dafür, dass das Kolpingwerk weiterhin seiner Aufgabe treu bleibt, die uns schon Adolph Kolping aufgetragen hat, mitzuarbeiten an der Lösung der sozialen Frage, sei sie nun national oder international“, lautete die Bilanz von Hubert Tintelott, Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerkes, Köln, der eine Festansprache zum Thema: „Zusammen sind wir stark – Internationale Solidarität im Kolpingwerk“ hielt. 


23.05.2012
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