Aktuelle Ausgabe
2012-20

Seit 25 Jahren organisieren kfd und Frauenhilfe in Hagen einen Arbeitslosentreff

Nur durch Spenden finanziert

Eine große Geburtstagsgesellschaft hatte sich zum Jubiläum eingefunden.
Riefen den Arbeitslosentreff vor 25 Jahren ins Leben: Gertrud Klein, Sigrid Lohmann und ebenfalls Initiatorin Marianne Hoppe (v. l.). Fotos: Piela

Hagen. Auf ein Jubiläum schaut in diesen Tagen die ökumenische Fraueninitiative in Hagen zurück: 25 Jahre gibt es dort den Arbeitslosentreff. Seit 1983 laden die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) und die Evangelische Frauenhilfe dienstag morgens von acht bis elf Uhr zum Frühstück in die Bergstraße 59 ein.

von Ingrid Piela

Zum Jubiläum biegen sich die Tische unter belegten Broten, und zur Feier des Tages gibt es sogar heiße Würstchen. Zwischen 60 und 80 Männer und Frauen tauschen sich hier regelmäßig über ihre Alltagssorgen aus. Die ehrenamtlich tätigen Damen haben in der Küche alle Hände voll zu tun. Es wird Kaffee gereicht, aber immer haben sie auch ein offenes Ohr für ihre Gäste.
Streit gibt es nur selten; im Gegenteil, die ehrenamtlichen Helferinnen sind immer wieder erstaunt, mit wie viel Wärme, Aufmerksamkeit und Dankbarkeit ihnen die Gäste begegnen. Neben gesundheitlichen und partnerschaftlichen Nöten gehört „Harz IV“ zu den wichtigsten Themen. Zu Beginn war der Arbeitslosentreff eigentlich für die Frauen und Kinder von Arbeitslosen gedacht.
Doch stattdessen kamen die „Brüder von der Landstraße“. Heute bestimmen zunehmend auch jüngere Langzeitarbeitslose das Bild. Martin (45) aus Hagen gehört zu den Stammgästen. Er weiß: „Das Angebot hier ist reichhaltig und gut organisiert.“ Dem Arbeitslosentreff ist eine Kleiderkammer angeschlossen, in der die Besucher gut erhaltene Kleidung aus zweiter Hand erhalten. Gertrud Klein von der kfd gehört zu den Initiatorinnen der ökumenischen Fraueninitiative, die den Hagener Arbeitslosentreff gründete. Sie freut sich über die vielen Jubiläumsgäste und auch über den Scheck, den die Vorsitzende des Sozialausschusses, Dorothee Machatschek im Namen des Hagener Oberbürgermeisters überreicht. Gertrud Klein: „Wir leben nur von Spenden, erhalten keinen Zuschuss.“


23.05.2012
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