Aktuelle Ausgabe
2012-20

Herz-Jesu-Gemeinde feierte 100-jähriges Bestehen

Mut haben, Neues zu wagen

Dortmund-Hörde. „Die Herz-Jesu-Gemeinde ist in ihren 100 Jahren durch Wandlungen und Krisen gegangen, sie wird sich auch weiterhin verändern müssen, aber sie wird den Mut haben, Neues zu wagen, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen“, versicherte Pater Cosmas

von Horst-Dieter Czembor 

Der heutige Leiter des Gastbereiches der Abtei Königsmünster hielt die Festpredigt im Gottesdienst aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Dortmunder Gemeinde. Als Stefan Hoffmann ist der promovierte Theologe in der Jubiläumsgemeinde aufgewachsen und hatte es deshalb leicht, einen Blick in die Hörder Kirchengeschichte zu werfen.

Genau 100 Jahre und ein Tag vor dem Festhochamt hatten sich die Herz-Jesu-Christen erstmals als eigenständige Gemeinde in einer Notkirche getroffen: Im als Kirchenraum ausgeschmückten Saal des Wirtshauses Jöhren wurde die Eucharistie gefeiert.

Pfarrer Jürgens, ein echter Sauerländer Junge, der zuvor in Eversberg bei Meschede Vikar war, konnte aber schon bald in dem neuen Gotteshaus am Entenpoth Gottesdienste mit der Gemeinde feiern.  Sein Nachfolger, Pfarrer Anton Kayser, initiierte drei Monate nach Ende des 2. Weltkrieges die Gründung der konfessionsübergreifenden Christlich-Demokratisch-Sozialen-Volkspartei Dortmund-Hörde. Diese lag zwar voll im Trend der Zeit und wollte Menschen Halt und Orientierung bieten, konnte sich aber langfristig nicht durchsetzen. 1951 starb der unvergessene Seelsorger.

1952 lagen die Kirchenbesucherzahlen bei über 51 Prozent der Gemeindemitglieder. „Absolute Spitze, vorher und später nie mehr erreicht“, berichtete Pater Cosmas. Pfarrer Herrmann ist der Nächste in der Herz-Jesu-Chronik vor dem heute 81-jährigen Monsignore Albert Schülken, der das Festhochamt mitzelebrierte. Pfarrer Franz Kohlschein, Pfarrer Reinhardt  Ellbracht und Pastor Metten vervollständigen die Liste der Seelsorger.

Die Zahl der Gemeindemitglieder ist auch in Hörde stark rückläufig: Gehörten 1979 noch 7100 Christen zu Herz Jesu, so sind es jetzt gerade noch 2100.

Heute gehört die Gemeinde zum Pfarrverbund Hörde, wo einen Tag vor dem Jubiläumshochamt Firmung mit Weihbischof Manfred Grothe gefeiert wurde. Zu den Höhepunkten der 100-Jahr-Eucharistiefeier, die Pfarrer Norbert Appel zelebrierte,  gehörte der von Andreas Willscher vertonte Psalm 150 für Chor und Orgel, der einen Tag zuvor in Dortmund uraufgeführt wurde und der dem Organisten Klaus Stehling gewidmet ist. Klaus Stehling spielte auch beim Jubiläumsgottesdienst die Orgel.

Das 100-jährige Jubiläum der Dortmunder Herz-Jesu-Gemeinde wurde mit einem Festhochamt gefeiert. Foto: Czembor

23.05.2012
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