Aktuelle Ausgabe
2012-20

Siegener Malteser feierten 50-jähriges Jubiläum

Mit einem Gruß vom Papst

Zum Jubiläum fand auch die Übergabe eines neuen Zeltes an die Siegener Malteser statt: Reinhard Biehl, Mirjam Weisserth, Martin Haindl, Bischof Dr. Clemens, Stephan Graf von Spee und Peter Freiherr von Fürstenberg (v. li.).

Siegen. Malteser müssen wache Augen haben in ihrer „Aufgabe der Verteidigung des Glaubens und im Dienst an den Armen“, hat der römische Bischof Dr. Josef Clemens jetzt den Maltesern in Siegen zugerufen. Clemens war Festgast bei der 50-Jahr-Feier der Kreis- und Stadtgliederung. Anhand des Evangeliums vom barmherzigen Samariter hatte Clemens deshalb eine „neue Schule des Sehens“ gefordert. Zugleich überbrachte er auch Grüße direkt von Papst Benedikt XVI., der sich „seinen Maltesern“ sehr verbunden wisse. 

„Man muss nicht nur den Schein betrachten, sondern mit offenem Herzen sehen“, so der Bischof. Diese Kunst des guten Sehens sei Grundlage für die Kunst des guten und richtigen Lebens. Erst das spende Freude, wecke Zuversicht und bringe Hoffnung. Mit einem großen Einzug in die Josephskirche im Siegener Stadtteil Weidenau hatten die Malteser ihr Jubiläum begonnen.

Dass mit Bischof Clemens ein Hauptzelebrant am Altar stand, der den Maltesern gleich in mehrfacher Hinsicht verbunden ist, war dabei ein besonderer Glücksfall. Denn Clemens stammt nicht nur aus der Pfarrei St. Joseph in Siegen-Weidenau, er ist auch Ehrenkonventualkaplan des Souveränen Malteser Ritterordens.

Neben Clemens hatte auch der Weidenauer Pfarrer Karl-Hans Köhle die Leistungen der Malteser herausgestrichen. Er dankte ihnen für das engagierte Mittun in der Gemeinde, das er unter den Segen Gottes stellen wollte.

Im voll besetzten Festsaal des Pfarrheimes begrüßte Kreisbeauftragter Reinhard Biehl gemeinsam mit dem Malteser-Stadtbeauftragten Martin Haindl nach dem Gottesdienst die Gäste. Dabei erinnerte Biehl auch an die Anfänge der Malteser in Siegen. Mit einer einfachen Sanitätstasche waren sie gestartet, die ersten Dienstbekleidungen mussten über den Erlös einer Wohlfahrtslotterie finanziert werden.

Doch bereits bei der öffentlichen Begehung der Siegtalbrücke der Autobahn 45 einige Jahre später waren die Malteser so stark, dass sie ihren ersten Großeinsatz wagen konnten. Gute Resonanz hatte auch Ende der 60er-Jahre die Ausbildung der Siegener Taxifahrer in Erster Hilfe. Nachdem alle die Kurse absolviert hatten, klebten sie sich ein Malteserwappen an die Taxen.

Die Kreisgeschäftsstelle, ein Schulungszentrum, allein fünf Ortsgliederungen der Malteser im Kreis mit Einsatzeinheit, Haupt- und Ehrenamt zeichnen die Malteser heute vor Ort aus. 290 ehrenamtliche Helfer und 120 Mitarbeiter werden unterstützt von 190 passiven sowie knapp 8000 Fördermitgliedern.

 


23.05.2012
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