Aktuelle Ausgabe
2012-5

Podcast-Projekt der KLJB wird mit dem 12. Schöpfungspreis des Diözesankomitees ausgezeichnet

Mit „Studio Hoink“ in die Natur

Anfang 2008 begann das KLJB-Projekt „Studio Honik“, bei dem sich Jugendliche mit der Videokamera und Mikrofon aufmachten, um die Vielfalt der Natur zu zeigen und ihre Botschaften zur Bewahrung der Schöpfung festzuhalten. Ihr Engagement und ihre Kreativität werden jetzt mit dem Schöpfungspreis des Diözesankomitees belohnt.

Erzbistum. Der zwölfte Schöpfungspreis des Diözesankomitees geht an die Katholische Landjugendbewegung im Erzbistum: Prämiert wird das Projekt „Studio Hoink: Vielfalt entdecken – Schöpfung bewahren“. Weitere Auszeichnungen erhalten die DPSG St. Elisabeth in Hagen und die DPSG Vinzenz Palotti Olpe sowie die Messdiener im Pastoralverbund Rietberg-Süd. Übergeben werden die Preise am Samstag, 11. September, im Rahmen des ökumenischen Festes der Kirchen auf der Landesgartenschau in Hemer. 

von Andreas Wiedenhaus 

Im Studio Hoink der KLJB begeben sich Kinder und Jugendliche mit Mikrofon und Videokamera auf Spurensuche in die Natur. Sie produzieren Podcasts – kleine Videodateien von zwei bis drei Minuten Länge – die dann ins Internet gestellt werden und so jedermann zugänglich sind. Die Filme erzählen kleine Geschichten rund um die Natur. Bienen und Wespen spielen dabei ebenso Hauptrollen wie die Kröte Kunibert oder eine Milchkuh, die ein Interview gibt. Die Redakteure sind auf Windräder geklettert oder haben sich auf die Suche nach Energiefressern im Haus gemacht. Dabei haben die jungen Filmemacher alles selbst in der Hand – von der Idee über die Erstellung des Drehbuchs bis hin zum Schnitt des Materials.

Ein Projekt, das nach Ansicht des Diözesankomitees die Intention des Preises „Solidarisch leben in Gottes Schöpfung“ beispielhaft umsetzt: „Der Bezug zum diesjährigen Wettbewerbs-Schwerpunkt-Thema Klimaschutz, aber auch der Bezug zur Lebenswirklichkeit von jungen Menschen durch den Einsatz neuer Medien sowie Kreativität, Vielfalt und Umfang der Aktivitäten haben den Ausschlag gegeben“, heißt es in der Begründung der Jury. „Die Auszeichnung soll dabei auch einen Anstoß für andere geben – dies schien uns in diesem Projekt ebenso verwirklicht“, ergänzt Dr. Peter Witte. Witte ist Vorstandsmitglied im Diözesankomitee und war Vorsitzender der Jury, zu der neben dem 67-jährigen pensionierten Mediziner auch Anke Schröder, die Superintendentin des Kirchenkreises Paderborn, Gabriele Leifeld, Referentin bei „Mundus – Eine Welt“, Georg Fuhs, Mitglied im Diözesankomitee, und die Geschäftsführerin des Gremiums, Karin Stieneke, gehörten.

Zum zwölften Mal vergibt die Vertretung der Laien aus Räten und Verbänden 2010 den alle zwei Jahre verliehenen Preis. Er ist insgesamt mit 2500 Euro dotiert. Der erste Preisträger erhält zusätzlich zum Geldbetrag als Wanderpreis ein Bronzerelief mit dem Sonnengesang des heiligen Franziskus, das von Paul Reding geschaffen wurde.

Das KLJB-Projekt ist zwar mittlerweile beendet, doch das Studio Hoink wird es weiter geben, erklärt Sebastian Koppers-Löhr, KLJB-Diözesanreferent: „Die Podcast-Redakteure machen weiter, sodass das Studio und die Projekt-Idee fest im Verband verankert werden.“

 


05.02.2012
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