Aktuelle Ausgabe
2009-01

Projekt für Grundschüler in der St.-Johannes-Baptist-Gemeinde in Hagen-Boele

Mit Kindern durch das Kirchenjahr

Einmal im Monat begeben sich die Kinder im Pfarrzentrum St. Johannes Baptist auf einen spannende Entdeckungsreise durch das Kirchenjahr. Musik, Schattenspiele und Basteleien sorgen dafür, dass es den Kleinen nicht langweilig wird. Foto: privat

Hagen-Boele. Seit fast einem Jahr treffen sich an einem Donnerstagnachmittag im Monat von 15.30 bis 17.30 Uhr rund 20 bis 30 Kinder des 2. und 3. Schuljahres der katholischen Grundschule in Hagen-Boele, um zu verschiedenen Themen des Kirchenjahres zu arbeiten. Die Kinder werden durch Rollen- oder Schattenspiele, Legematerial und Geschichten in das jeweilige Thema des Monats eingeführt. Um alles zu vertiefen, wird danach etwas gebastelt. An manchen Donnerstagen finden anschließende Segnungen von Gegenständen oder Andachten in der Kirche statt.
Es ist Donnerstagnachmittag kurz vor halb Vier im Boeler Pfarrzentrum. Die letzten Kinder sind soeben eingetroffen und werden schon von ihren Freundinnen und Freunden sehnlichst erwartet. Viele von ihnen sind einmal im Monat dabei, wenn es heißt mit „Kindern durch das Kirchenjahr“. Sie sind schon gespannt, was sie an diesem Nachmittag wohl erwarteten wird.
Wie jedes Mal versammeln sich die Kinder und das Vorbereitungsteam von sechs Frauen gemeinsame mit der Gemeindereferentin Susanna Mirzaian im Stuhlkreis. In der Mitte befinden sich die Jesuskerze und Tücher in den Farben des Kirchenjahres. Bilder von Engeln sind ausgelegt. Denn diesmal geht es um Engel. Neugierig gehen die 25 Zweit- und Drittklässler umher und betrachten die Bilder. Begeistert erzählen sie anschließend, was sie alles entdeckt haben.
Dann geht das Licht langsam aus und es wird ganz still im Raum. Die Kinder starren erwartungsvoll auf eine große Leinwand, die von einem Lichtkegel erhellt wird. Figuren zeigen sich schließlich. Gebannt verfolgen die Kleinen das Schattenspiel, das die Geschichte Tobits und des jungen Tobias, der von Rafael begleitet wird, erzählt.
Als das Spiel zu Ende ist, dreht sich alles um die Frage, wer erkannt hat, dass Rafael ein Engel ist und woran Engel überhaupt Engel zu erkennen sind. Ganz zum Schluss nimmt die Gemeindereferentin einen großen Jahreskreis in die Hand und die Kinder stellen fest, dass die katholische Kirche in diesem Monat sogar zwei Engelfeste feiert.
Dann gibt es kein Halten mehr bei den Kleinen. Denn sie wissen, dass nun im Nebenraum gebastelt wird. Mit Feuereifer beginnen sie, ihren ganz persönlichen Schutzengel zu basteln. Es wird ausgeschnitten und zusammengeklebt und nach einer kleinen Weile liegen unzählige Schutzengel aus Holzkugeln auf den Tischen.
Dann teilen sich die Kinder in Kleingruppen auf. Jede Gruppe gestaltet eine andere Szene aus der Geschichte des jungen Tobias auf einem Plakat. Eifrig überlegen die Kinder, welche Überschriften sie ihren Bildern wohl geben können.
Mittlerweile ist es schon viertel nach Fünf. Die ersten Eltern kommen ins Pfarrzentrum, um ihre Kinder abzuholen. Alle versammeln sich noch einmal im Kreis um die Plakate herum. Zum Schluss wird es erneut still, alle beten und singen das Abschlusslied.
Viele Eltern geben auch schon den Anmeldezettel für die nächste Donnerstags-Runde ab.


07.01.2009
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