Die Kolpingsfamilie Brake beschäftigt sich seit ihrer Gründung vor 50 Jahren mit sozialen Aufgaben
Menschen zu helfen, ist das große Ziel
Bielefeld-Brake. Am Sonntag nach Christi Himmelfahrt beging die Kolpingsfamilie Brake ihr 50-jähriges Bestehen in der Heilig-Kreuz-Kirche Brake mit einem Festgottesdienst. Hauptzelebrant war Diözesanpräses Ansgar Wiemers (Paderborn). Ortspräses Pfarrer Stefan Samulowitz und Pfarrer Josef Holtkotte (St. Jodokus Bielefeld) waren die Mit-Zelebranten.
von Alfred Lehmich
In seiner Predigt befasste sich Diözesanpräses Ansgar Wiemers mit „Rückblick“ und „Ausblick“ der Kolpingsfamilie: „50 Jahre gemeinsam glauben, gemeinsam unterwegs sein und gemeinsame Geselligkeit heißt, gemeinsam an Jesus Christus glauben. Als Glaubende bedeutet dies, von vornherein eine Glaubensgemeinschaft zu sein, was besonders für die Kolpingsfamilie gilt.“ Sein Blick ging aber auch in die Zukunft. So arbeite das Kolpingwerk Diösesanverband Paderborn zurzeit an einem neuen Projekt: „Selbstbewusst sein – Stärken bilden – außen wirken“. Dieses Zukunftsprojekt sollen die Kolpingsfamilien ab 2012 umsetzen.
Zu Beginn des Festaktes, der in der Kirche begangen wurde, begrüßte Georg Rother, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Brake, die Festgäste. Danach stellte Pfarrer Josef Holtkotte sein Festreferat unter das Thema: „Kolping – verantwortlich leben, solidarisch handeln.“
Bei der sich anschließenden Ehrung der Jubilare konnte die stellvertretende Vorsitzende der Kolpingsfamilie Brake, Christine Arnsfeld, fünf Gründungsmitgliedern die Ehrenurkunde und das Goldene Kolpingabzeichen für 50 Jahre Mitgliedschaft überreichen. Zuvor war vor dem Gottesdienst der verstorbenen Gründer namentlich durch das Entzünden einer Kerze vor dem Kolpingbild am Altar gedacht worden. Mit einer Ehrenurkunde ehrte Christine Arnsfeld Kolpingbruder Klemens Hamann, der dem Kolpingwerk seit 60 Jahren angehört. Es folgten Grußworte, danach lud Vorsitzender Georg Rother zum Empfang auf dem sonnendurchflutenden Platz hinder der Heilig-Kreuz-Kirche ein.
Die Kolpingsfamilie Brake hat sich seit ihrer Gründung am 30. Oktober 1961 mit sozialen Aufgaben befasst. So sagt Vorsitzender Rother: „Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, zu helfen, ist unser großes Ziel.“ In den ersten Jahren gab es die „Holzaktion“. Abfallholz wurde von den Kolpingern regelmäßig bei einer Firma abgeholt und an ältere Gemeindemitglieder verteilt. Ab 1966 schloss man sich der vom Diözesanverband initiierten Kleidersammlung „Aktion Rumpelkammer“ an und organisierte dazu Straßensammlungen. Ab 1979 begann die „Eine-Welt-Arbeit“. Durch Aktionen wurden Hilfsprojekte in Lateinamerika finanziert. Daraus entstand 1985 auf Vorschlag der Kolpingsfamilie Brake die Gründung der „KOLPING-Entwicklungshilfe“ im Bezirk Bielefeld, aus der der heutige e. V. „KOLPING-Entwicklungshilfe der Bezirke Bielefeld, Lippe, Minden“ hervorging. Die Kolpingsfamilie Brake hat bisher für Projekte 98605,00 Euro zur Verfügung gestellt.







