Aktuelle Ausgabe
2012-20

Päpstliche Stiftung tagte in Schwerte / Abstecher zum Libori-Fest

Menschen nicht alleine lassen

Entschieden über die Stiftungsmittel: Erzbischof Antonio Arregui Yarza aus Guayaquil, Ecuador; Kardinal Paul Josef Cordes; Kardinal Juan Sandoval Iniguez, Erzbischof von Guadalajara, Mexiko; Erzbischof Edmundo Abastoflor Montero, aus La Paz, Bolivien.Foto: KNA

Schwerte (kna). Die katholische Lateinamerika-Stiftung „Populorum Progressio“ hat in den vergangenen 16 Jahren 26 Millionen US-Dollar für Hilfsprojekte der Landbevölkerung in Lateinamerika zur Verfügung gestellt. Damit wurden insgesamt mehr als 3 100 Projekte gefördert, sagte der Kurienkardinal und Stiftungs-Vorsitzende Paul Josef Cordes in Schwerte. Dort tagte jetzt  der Verwaltungsrat von „Populorum Progressio“.

Die Stiftung, die jetzt in der Katholischen Akademie tagte (der DOM berichtete bereits), entscheidet über 231 Förderanträge aus 20 latein­amerikanischen Ländern. Mit dem Treffen im Erzbistum Paderborn soll die Arbeit des hochkarätig besetzten Gremiums rund um den aus dem Erzbistum Paderborn stammenden Kurienkardinal Paul Josef Cordes auch in Europa bekannter gemacht werden.
Cordes, Präsident des Päpstlichen Entwicklungs-Rates Cor unum, nannte das Konzept der Stiftung vorbildlich, weil ausschließlich lateinamerikanische Bischöfe über die geförderten Projekte entscheiden. Zugleich betonte er, dass Helfen manchmal nicht mit dem Scheck, sondern mit der Anteilnahme beginne. Das sei ein wichtiger Aspekt der Arbeit. Die Menschen merkten, dass sie nicht alleine gelassen würden. Zugleich sprach Cordes von einem Boom der Nächstenliebe, der neu sei. Die Sensibilität für Arme und Notleidende habe sich in den vergangenen 100 Jahren deutlich gesteigert.
Der bolivianische Erzbischof Edmundo Abastoflor Montero von La Paz sagte, die Stiftung „Populorum Progressio“ zeige die Nähe des Papstes und der Weltkirche gerade zu den Armen und denen, die am Rande der Gesellschaft stünden. Das sei wichtig für die Menschen. Alleine in Bolivien habe die Stiftung seit ihrer Gründung mehr als 260 Projekte mit fast 2,8 Millionen Dollar gefördert.
Im vergangenen Jahr befürwortete das Gremium nach offiziellen Angaben umgerechnet knapp 1,4 Millionen Euro für Hilfsprojekte der Landbevölkerung in Südamerika. Die meisten davon befanden sich in Brasilien, Kolumbien und Peru. Auch in diesem Jahr kommen die meisten Förderanfragen aus diesen Ländern.
Während der Tagung hatte Kardinal Cordes mit den anderen Bischöfen gemeinsam die Libori-Feierlichkeiten in seinem Heimatbistum Paderborn besucht und feierte dabei am Dienstag Gottesdienste im Dom mit. 


23.05.2012
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