Aktuelle Ausgabe
2012-20

SKM setzt Gedenkstein für die „verstorbenen Schwestern und Brüder von der Straße“

„Menschen am Rande sind unsere Mitte“

„Herr, gib deinen Frieden“ steht auf dem Stein. Und: „Zum Gedenken an die verstorbenen Schwestern und Brüder von der Straße.“

Paderborn (jon). Einen Gedenkstein für die „verstorbenen Schwestern und Brüder von der Straße“ hat der „Katholische Verein für soziale Dienste“ (SKM) in Paderborn errichtet. Domvikar Dr. Michael Bredeck segnete als geistlicher Beirat des SKM Paderborn den Stein. Errichtet wurde er am SKM-Zentrum in der Kapellenstraße.

Den Anwesenden, darunter auch wohnungslose Besucher der SKM-Tagesstätte, sagte Bredeck, der Stein solle „als Mahnung dienen und den Besuchern der Tagesstätte die Gewissheit geben, dass wir auch die Verstorbenen nicht vergessen und in unsere Gebete einbeziehen“.
Der Vorsitzende des SKM Paderborn, Dr. Franz Drewes, betonte die gute Zusammenarbeit mit der Elendenbruderschaft in Paderborn. Er dankte Eckehard Schlegel aus Lippe für die Schenkung des Findlings und dem Bildhauermeister Michael Diwo aus Paderborn für die Gestaltung.
Die Anregung zur Errichtung dieser Gedenkstätte brachten Mitarbeiter des SKM von einem Besuch der Partnerorganisation „ReFoMix“ im ungarischen Debrecen mit. Diese Organisation hilft ebenfalls den Wohnungslosen in ihrer Stadt. Seit vielen Jahren bestehen freundschaftliche Kontakte zwischen dem SKM Paderborn und ReFoMix in Debrecen.
Bei der anschließenden Jahreshauptversammlung des SKM berichtete Geschäftsführer Johannes Bracke von den Tätigkeiten in einem umfangreichen Aufgabenbereich. „Menschen am Rande sind unsere Mitte“ – unter diesem Leitgedanken bietet der SKM Paderborn allein stehenden Wohnungslosen Hilfen in einer Übernachtungsstelle, in der Tagesstätte mit Beratungsstelle, in einem Übergangswohnheim und in zwei Wohnhäusern für Wohngruppen. 478 allein­stehende wohnungslose Frauen und Männer haben 2007 kurzfristig oder fast täglich das ganze Jahr hindurch diese Hilfsangebote in Anspruch genommen.
Daneben führt der SKM Betreuungen nach dem Betreuungsgesetz durch und ist in der Gewinnung, Schulung und Unterstützung ehrenamtlicher Betreuer tätig.
Ein dritter Aufgabenbereich ist die Hilfe zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt. Geschäftsführer Bracke berichtete von einem gelungenen, internationalen Workcamp, das im Mai, August und Oktober in Ineu in Rumänien mit jungen Arbeitslosen im Alter von 18 bis 20 Jahren aus Paderborn durchgeführt wurde (Der DOM berichtete). Dort wurde das Mauerwerk eines alten Stallgebäudes saniert und ein neues Dach konstruiert, um dort in diesem Jahr eine Werkstatt für junge behinderte heimatlose Rumänen einzurichten.
Der Generalsekretär des SKM-Bundesverbandes Rolf Lodde aus Köln verlieh Diözesancaritasdirektor Volker Odenbach für die „langjährige wohlwollende Unterstützung, die wesentlich zur positiven Entwicklung der Hilfeangebote des SKM“ beigetragen habe die silberne Ehrennadel des SKM.


23.05.2012
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