Aktuelle Ausgabe
2012-20

Die Gruppe „Horizont“ feierte ihr 25-jähriges Bestehen

Lieder mit Gottvertrauen

Welschen Ennest. Begonnen hatte alles vor einem viertel Jahrhundert: damals bildete sich in der Katholischen Landjugendbewegung eine kleine Schola; schon bald entdeckten die 13- bis 19-Jährigen ihre Freude am Gesang von modernen Kirchenliedern: das war die Geburtsstunde der Gruppe „Horizont“ mit Frontfrau Silvia Greiten. Sie beeindruckt nicht nur mit ihrem wunderschönen Sopran, sondern komponiert und textet viele Lieder in unverwechselbarem Sound selber. Ziel der Gruppe ist es, junge und junggebliebene Menschen mit Kirchenmusik zu erreichen und mitzureißen. Dabei  umfasst ihr Repertoire mittlerweile rund 350 Stücke. 

von Julia Eiden 

Nunmehr zwischen 25 und 46 Jahre alt und stolze Eltern von mehr als 30 Kindern, bereichert der inzwischen 18-köpfige Chor, begleitet von Keyboard, E-Gitarre und Percussion, mit Gesang und Spiel Jugendgottesdienste – wie die traditionelle Olper „Nacht der Versöhnung“ –, Katholikentage und Wallfahrten. Einige ihrer Höhepunkte waren die musikalische Mitgestaltung des Weltjugendtages im Jahr 2005 und ein ZDF-Gottesdienst in Köln. 

Zur Feier des 25-jährigen Geburtstages hatte „Horizont“ in die Johannes-Baptist-Pfarrkirche eingeladen, um dort ihre vierte CD vorzustellen. Das Kirchenschiff war eingetaucht in warme rote, gelbe und auch grüne Farben. Hinweisend auf den CD-Titel „Alles hat seine Zeit“, verhüllte ein schwarzes Tuch mit vielen unterschiedlichen Uhren den Altar.

So verflüchtigte sich schon bei den ersten Takten, den ersten Zeilen von „Lass mich bei mir, bei dir sein“ die Hetze des Alltags, erwachte ein Gespür für die Unendlichkeit Gottes. Lebensfreude pur erklang bei der Hommage an den „Löwenzahn“, diesem kleinen, oft verkannten Wunder der Natur. Poppige Songs wechselten harmonisch ab mit solchen, die zum Nachdenken anregten; stampfenden Rhythmus gab es beim „Halleluja“-Ruf, Percussion-Begleitung zu Bibelzitaten: eine neue Art, das Buch der Bücher zu „lesen“.

So lebensfroh kann Glaube sein; und er verbindet: „Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehn“. Aber wir müssen uns entscheiden, wie „Wegkreuze“ eindringlich klarmachte. 

Schwungvoll die folgende Melodie, und doch nachhallend der Text: „Es ist dasselbe Holz: Krippe und Kreuz – Menschen legen Hand an“. Dann erwärmten Lieder mit viel Gottvertrauen die Seelen, bis das Konzert atmosphärisch dicht mit dem von allen mitgesungenen Kanon „Komm, halte deine Hände über uns, sprich Segen“ endete.


23.05.2012
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