Aktuelle Ausgabe
2012-20

St. Liborius Bielefeld feiert Gemeindejubiläum

Lieber eine Feier im Warmen

Schlichte Architektur: St. Liborius in Bielefeld feiert 50-jähriges Jubiläum. Foto: Lakenbrink

Bielefeld (rtl). Eine große Feier im Winter? Nicht ideal, befand die Gemeinde St. Liborius in Bielefeld. Und so wurde eine clevere Lösung ersonnen: statt den 50. Jahrestag der Kirchweihe am 12. Dezember groß zu begehen, wird an diesem Sonntag, 6. September, 50-jähriges Gemeindejubiläum gefeiert.

Die Geschichte von St. Liborius begann als Tochter einer anderen, großen katholischen Kirchengemeinde in Bielefeld: St. Jodokus. Als die Seelsorge  nach dem Zweiten Weltkrieg für die St.-Jodokus-Gemeinde ob der Größe der Stadt Bielefeld zu schwierig wurde, wurde die Neugründung einer Pfarrei auf städtischem Gebiet beschlossen. St. Liborius war, als 29. Gemeinde des Dekanats, mit 1 800 Gemeindemitgliedern geboren.
Am 1. Februar 1959 wurde der Grundstein der neuen, von Architekt Joachim Georg Hanke entworfenen Kirche an der Meindersstraße 25 durch Dechant Heinrich Sunder gelegt. Der Bau ging zügig voran, sodass neben der Errichtung des markanten Stahlkreuzes auf dem Kirchturm noch im selben Jahr zunächst die Glocken und Mitte Dezember schließlich die Kirche selbst durch den Paderborner Erzbischof Lorenz Jaeger geweiht werden konnte.
Der moderne und schlichte Zentralbau in Form eines unregelmäßigen Sechsecks wurde im Laufe der Jahre immer wieder renoviert. So wurde der Kirchenraum nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil 1966/67 umgestaltet sowie in den Jahren 1980/81 und 2002 renoviert.
Neben einem von der Paderborner Künstlerin Ingrid Moll-Horstmann gestalteten Kreuzweg schmücken seit den 1980er-Jahren auch ein Wandteppich, eine Liborius­statue aus dem 18. Jahrhundert, besser gesagt ein Abguss eines Originals aus dem Diözesanmuseum in Paderborn, sowie eine Leihgabe des Museum, eine Pietà eines unbekannten Künstlers, den Innenraum des Gotteshauses.
Außerdem wurden hinter der Kirche in den 1960er-Jahren ein Pfarrhaus und ein Jugendheim gebaut und später um einen Anbau ergänzt. Als nächste Maßnahme kommt die Sanierung des Kirchturms auf die Gemeinde zu. Der bisherige ist bröckelig und bedarf einer Generalüberholung. Doch diese ist frühes­tens für 2011 vorgesehen.
Jetzt wird erst einmal gefeiert, und zwar am Sonntag, 6. September. Los geht es um 11.30 Uhr mit einem Gottesdienst, der von den verschiedenen Gruppen der Gemeinde sowie dem Kirchenchor von St. Jodokus mitgestaltet wird. Auch die ehemaligen Pfarrer haben sich angesagt. Anschließend wird auf dem Kirchengelände das Gemeindefest gefeiert. Eine Schluss­andacht soll den Tag feierlich abrunden.


23.05.2012
Impressum | Kontakt
4002