Aktuelle Ausgabe
2012-20

Erzbischöfliches Diözesanmuseum zeigt ab Dezember 2011 Sonderausstellung zu Franz von Assisi

„Licht aus Assisi“ wird erstrahlen

Pater Dr. Werinhard Einhorn OFM vom Paderborner Franziskanerkloster, Professor Dr. Christoph Stiegemann, der Direktor des Diözesanmuseums, und Generalvikar Alfons Hardt (v. l.) präsentierten das neue Ausstellungsprojekt zu Franz von Assisi und stellten das Konzept vor. Foto: Wiedenhaus

Erzbistum. Einer der faszinierendsten und populärsten Heiligen der Kirchengeschichte steht im Mittelpunkt einer Sonderausstellung, die Ende 2011 im Paderborner Diözesanmuseum beginnen wird: „Franziskus – Licht aus Assisi“ soll vom 9. Dezember 2011 bis zum 6. Mai 2012 den Besuchern einen neuen Blick auf Leben und Wirken des Heiligen erschließen. Ein Jahr vor der offiziellen Eröffnung präsentierten Generalvikar Alfons Hardt und der Direktor des Diözesanmuseums, Professor Dr. Christoph Stiegemann, sowie weitere Verantwortliche das Konzept der Ausstellung und den Stand der Vorbereitungen. 

von Andreas Wiedenhaus 

Es sei ein guter Brauch, so Generalvikar Hardt, große Ausstellungsprojekte des Diözesanmuseums ein Jahr vor der Eröffnung vorzustellen und damit „die heiße Phase der Vorbereitungen einzuläuten“. Als die Anfrage der deutschsprachigen franziskanischen Gemeinschaften an das Erzbistum herangetragen worden sei, „den heiligen Franziskus und vor allem seine Bewegung in ganzer Breite darzustellen, haben wir dem gerne entsprochen“. „Franziskus folgte geradlinig den Spuren Jesu und hat in vielem vorweggenommen, was unser modernes Denken bewegt“, sagte der Generalvikar.

Bereits jetzt, so Professor Stiegemann, gebe es Zusagen für zahlreiche internationale Leihgaben, die während der Ausstellung gezeigt werden: „Erstmals werden bis heute hoch verehrte Objekte aus der Reliquienkapelle und dem Tresoro der Basilika San Francesco in Assisi, so etwa der Kelch und die Patene des hl. Franziskus, den Weg nach Deutschland nehmen.“ Hinzukämen Werke etwa aus der Vatikanischen Pinakothek oder dem Louvre in Paris sowie Teile des Deckengemäldes von Giotto aus der Kirche San Francesco.

Dabei, so der Direktor des Diözesanmuseums, werde die Lebensgeschichte des Heiligen ergänzt durch die „Erfolgsgeschichte“ des Franziskanischen Ordens. Zu sehen sein werden auch Gerätschaften des täglichen Gebrauchs sowie architektonische Modelle und schrifliche Dokumente, die Lebensweise und -strukturen innerhalb der Klostermauern verdeutlichen. Die franziskanischen Leitmotive und Tätigkeitsfelder des Ordens werden anhand einzelner Lebensbilder bedeutender Heiliger der franziskanischen Bewegung dargestellt.

Ein umfangreiches Begleitprogramm soll die Wartezeit bis zur Eröffnung der Ausstellung am 9. Dezember kommenden Jahres verkürzen: Geplant sind Vorträge, Lesungen und Konzerte sowie weitere Kunstevents. Bereits fest steht der Termin für eine interdisziplinäre Tagung, die einen besonderen Aspekt Franziskaner Spiritualität beleuchten soll: Bei einem Treffen namhafter Forscher in Paderborn wird es vom 17. bis zum  19. Februar um das Thema: „Gelobte Armut“ gehen. Im Mittelpunkt wissenschaftlicher Betrachtungen stehen dann „Armutskonzepte der franziskanischen Ordensfamilie zwischen Ideal und Wirklichkeit vom Mittelalter bis in die Gegenwart“. Die Tagung wird veranstaltet von der Universität Potsdam, der Fachstelle Franziskanische Forschung in Münster und dem Diözesanmuseum.

 

 


23.05.2012
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