Aktuelle Ausgabe
2012-20

Seit 1848 pilgert zu Libori eine Gruppe aus Brilon über Nacht zu Fuß nach Paderborn

Liboriwallfahrt der Briloner

Katharina Drehsler (94) empfing 30 Jahre lang die Pilger in Paderborn mit Getränken.

Brilon (jon). Es ist die wohl älteste Laienwallfahrt im Erzbistum, und auch die längste und beschwerlichste Diözesanwallfahrt – die Liboriwallfahrt der Briloner. 45 Kilometer weit pilgern die Wallfahrer durch die Nacht. Und das tun sie wieder an diesem Freitag, 24. Juli, wie jedes Jahr seit 1848.  

Begonnen wird die Wallfahrt, an der meist zwischen 60 und 70 Pilgern teilnehmen, um 23.30 Uhr mit einer Messe in der Briloner St.-Nikolai-Kirche. „Unsere Wallfahrt ist kein sportliches Ereignis, sondern ein geistliches Erlebnis“, sagt Gereon Fritz, der die Wallfahrt seit 1996 organisiert. Nach der nächtlichen Messe zieht die Gruppe über Alme nach Bad Wünnenberg. Dort legt sie gegen 3.30 Uhr in der Gaststätte „Bei Wilms“ eine erste Rast ein. Nächster Halt ist im Haarener Pfarrzentrum gegen 6 Uhr, dann gegen 9 Uhr in Nordborchen im Hotel Amedieck.
Erfrischende Getränke bei der Ankunft in Paderborn reicht gegen 10.15 Uhr der Pfarrgemeinderat von St. Elisabeth an der Borchener Straße unter der Überführung der B64. Die Gemeinde hat diese Aufgabe übernommen von der inzwischen 94-jährigen Katharina Drehsler, die die Briloner Pilger 30 Jahre lang auf diese Weise begrüßte. Schließlich empfängt Dompropst Dr. Wilhelm Hentze die Pilger gegen 11 Uhr am Paradiesportal des Paderborner Domes.


23.05.2012
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