Caritas-Sozialstationen bieten Projekt auf ehrenamtlicher Basis an / Freiwillige Mitarbeiter gesucht
„Lebenszeichen“ gegen Vereinsamung
Kreis Soest. Immer wieder werden wir von Meldungen erschüttert, dass alleinstehende Menschen nach einem Unfall tagelang hilflos in ihrer Wohnung ausharren müssen, bis Hilfe kommt. Sie leben allein, keiner ruft an, keiner erkundigt sich nach ihnen, sie werden nicht vermisst!
Da die Anzahl der alleinstehenden Menschen sich ständig vergrößert, hat die Caritas das Projekt „Senioren helfen Senioren“ initiiert. Die erste Initiative stellt die „Aktion Lebenszeichen“ dar.
Die Caritas-Sozialstationen Soest und Bad Sassendorf bieten ab sofort auf ehrenamtlicher Basis diese Aktion an. Das heißt: einmal täglich, zu einer vereinbarten Zeit, kann eine alleinstehende Person in der jeweiligen Sozialstation anrufen. Dort wird ihr Ruf entgegengenommen. Wenn die Frage: „Wie geht es Ihnen denn heute?“ positiv beantwortet wird, weiß die Caritas, es ist alles in Ordnung. Wenn kein Lebenszeichen erfolgt, wird innerhalb einer vereinbarten Zeit sofort reagiert.
„Es kann ja sein, dass jemand den Anruf einfach vergessen hat oder noch unterwegs ist“, erklärt Pflegedienstleiterin Eva Mertins-Brölemann. „Wenn der Anruf zur verabredeten Zeit ausbleibt, rufen wir später selber an.“ Wenn auch dieser Anruf vergeblich ist, werden die bei der Anmeldung angegebenen Kontaktpersonen informiert oder es folgt ein Noteinsatz durch die Sozialstation.
Für diese Aktion werden ehrenamtliche Senioren/-innen gesucht, die sich an bestimmten Tagen ein bis zwei Stunden zur Verfügung stellen, um Anrufe entgegenzunehmen.
Um die entstehenden Kosten zu decken, wird eine monatliche Gebühr von acht Euro erhoben, plus einer einmaligen Anmeldegebühr von zehn Euro.
Info
Wer Interesse an der Aktion hat, möge sich mit den Caritas-Sozialstationen in Soest (02921/359090) oder in Bad Sassendorf (02921/36060) in Verbindung setzen.







