kfd St. Christina Herzebrock feiert 100-jähriges Bestehen mit Festakt
Lauter kostbare Jubiläums-Perlen
Herzebrock-Clarholz (rtl). „Wie eine Perle“, so soll die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) St. Christina in Herzebrock in diesem Jahr den Veranstaltungskalender der Gemeinde schmücken. Schließlich feiert die traditionsreiche Frauenriege ihr 100-jähriges Bestehen ganz nach dem Motto: „kfd – Wie eine Perle“.
Das Jahresmotto ist auf eine Idee des früheren schwedischen Bischofs Martin Lönnebo zurückzuführen. Dieser hatte die „Perlen des Glaubens“, ein 18-teiliges Armband, als Hilfe zum Beten entwickelt, die die Konzentration fördern sollten. Doch für die kfd St. Christina haben Perlen noch eine weitere wichtige Bedeutung: „Perlen sind wie die kfd: kostbar, feminin und dynamisch“, erklärt kfd-Vorsitzende Christel Elbracht.
Den Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltungen unter dem Zeichen der Perle bildet zweifelsohne der Festakt am Samstag, 22. Mai. Der Tag unter dem Motto: „Die Kostbarkeit als Perle, die Perle als Schatz“ beginnt mit einem festlichen Hochamt um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Christina.
Diözesanpräses Roland Schmitz hat sein Kommen ebenso zugesagt wie Kaplan Martin Klüsener, Subregens André Pollmann und Vikar Christian Elbracht. Die drei Priester stammen aus Herze-brock und feierten dort auch die von der kfd und Pfarrgemeinderat ausgerichtete Primiz. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein Festakt im Begegnungszentrum der Josefschule geplant.
Auch beim Festumzug anlässlich des Ortsjubiläums „1 150 Jahre Herzebrock“ am Sonntag, 11. Juli, möchten die Frauen auf ihr Jubiläum hinweisen und sich mit einem eigenen Wagen an dem Umzug beteiligen. Wie dieser genau aussehen wird, darauf dürfen die Zuschauer gespannt sein.
Die kfd St. Christina in Herzebrock wurde sehr schnell zu einer sehr starken Gemeinschaft. Am 20. Mai 1910 als „Bruderschaft der christlichen Mütter“ gegründet, gehörten ihr bereits ein Jahr später schon 406 Frauen an. Diese entrichteten einen monatlichen Obolus von zehn Pfennig. Im gleichen Jahr wurde eine eigene Fahne angeschafft, die von einem Mann zu Beerdigungen und Prozessionen getragen wurde. Dafür erhielt Bernhard Tiggemann ein Entgelt von drei Mark.
Obwohl die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg den Zentralverband der christlichen Müttervereine auflösten, gelang es in Herzebrock unter dem Dach des Bischöflichen Ordinariats die kirchliche Frauenarbeit aufrechtzuerhalten. Und auch Neuanmeldungen verzeichnete die Frauengemeinschaft in dieser Zeit, die einmal im Jahr in einer feierlichen Messe aufgenommen wurden.
1967 zählte der Mütterverein 1 022 Mitglieder, ehe er gemäß der Namensänderung seitens des Zentralverbandes nur ein Jahr später in kfd umbenannt wurde.
Im Herbst 1973 fand die erste große Herbstfahrt statt. Das Ziel: Altötting. Die kfd St. Christina hat das Gemeindeleben in den vergangenen 100 Jahren entscheidend geprägt. So wurden im Laufe der Zeit eine Theater- und eine Handarbeitsgruppe sowie Krabbelgruppen gegründet, Jogakurse, Wochenenden für Mütter mit Kindern und seit 2008 ein Frauenkreuzweg angeboten. Derzeit zählt die kfd St. Christina in Herzebrock 679 Mitglieder.







