Aktuelle Ausgabe
2012-20

„Halden hilft“ seit fünf Jahren mit offenem Herzen, klugen Augen und verständnisvollen Ohren

„Lasst uns miteinander“ ist Programm

In den Don- Bosco-Zentren werden in den schulfreien drei Monaten im Sommer „Summer-Camps“ angeboten: Freizeitaktivitäten mit Spiel, Sport, Musik und Fahrten an die Küste.

Hagen. „Alles begann mit dem Weltjugendtag 2005“, berichtet die Chronik, „als 39 Jugendliche aus Albanien mit ihren drei geistlichen Begleitern zu Gast in unserer Gemeinde Heilig Kreuz waren.“ Die gemeinsam durchgeführten Projekte, Gottesdienste und das religiöse Erlebnis in Köln brachten die Gäste aus Albanien und die Gemeindemitglieder in Hagen-Halden näher zueinander. Das hatte Folgen.

von Meinolf Steinhofer

Die Kontakte wurden nach dem Großevent per Telefon und E-Mail weiter gepflegt. Ostern 2006 reisten dann vierzehn Gemeindemitglieder nach Tirana, der Hauptstadt Albaniens. Dort trafen sie auf ihre bekannten Gäste und weitere Jugendliche und Ordensleute, die sich für die Armen in ihrer Heimat engagierten. „Dieser selbstlose Einsatz und der gemeinsame Glaube haben uns bewegt, die sozialen Projekte für Kinder und Jugendliche zu unterstützen“, schildert Mechthild Hortebusch die Gründe für die Entstehung des Vereins „Halden hilft“.

„Inzwischen waren wir etliche Male in Albanien.“ Und sie betont: „Selbstverständlich auf eigene Kosten.“ Die Menschen dort begreifen diese Besuche als Wertschätzung und die Haldener motivieren die Begegnungen zum weiteren Engagement. Vor Ort wachsen dann die Überlegungen, welche Hilfen gebraucht werden. Zurück in Hagen werden die mitgebrachten Ideen nochmals diskutiert und „wir erhalten so einen Katalog von ausgewählten Projekten, die wir unterstützen möchten“, erklärt der Jahresbericht 2007.

Dann folgen Aktivitäten, die Geld in die Kasse spülen sollen. Zum Beispiel ein Barbecue auf dem Haldener Kirchplatz mit Essen und Tanzen, Musik hören und Gesprächen; der Aufruf, zu Weihnachten leere Schuhkartons zu füllen; oder die Tornister-Sammel-Aktion. Originell auch die Aktion „Bananen für Albanien“; hierbei sammelten die Engagierten in Hagen Geld, in Albanien kaufte man Obst und verteilte es dann während der Sommerlager an die Kinder.

Mehrmals im Jahr werden Sachspenden mit Kleidung, Kinderspielzeug und Ähnlichem in Kartons verpackt und mit Hilfe einer befreundeten heimischen Spedition nach Italien gebracht. Von dort geht es mit Unterstützung der Caritas Brescia nach Tirana.

Dass die Hilfe ankommt, können Uli und Julia Gebauer, Hildegard und Dorothee Buschmann, Mechthild und Roman Hortebusch bestätigen. Im Reisebericht „Ostern 2008“ schreiben sie: „Wir haben viel von dem, was nach Albanien gegangen ist, wiedergetroffen, ob nun unsere Spielsachen und Kuscheltiere in den Kindergärten oder die Heizöfen in Breglumas und im Don-Bosco-Center.“

Im Vordergrund steht stets die Begegnung mit den Menschen. Immer wieder sind die Besucher aus Hagen-Halden über die Gastfreundschaft der Albaner erstaunt. Innerlich reich beschenkt und den Kopf voller neuer Idee zur Unterstützung kommen sie zurück. Es ist ein wechselseitiges Geben und Nehmen. Deutlich sichtbar in dem „Reisebericht von Mai 2009“ von Conny und Detlef Gossmann und Mechthild und Roman Hortebusch. Dort heißt es: „Die Kinder singen italienische und internationale Lieder. Wir revanchieren uns mit dem Taizé-Hallelujah und dem Lied ,Lasst uns miteinander …‘“ Auch wenn es in der Satzung des Vereins so nicht ausdrücklich steht; das „Lasst uns miteinander …“ ist Programm seit fünf Jahren in Hagen-Halden und in Tirana/Albanien.


23.05.2012
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