Jörg Westermann aus Garbeck informierte sich in Afrika über Hilfsprojekte
Kolping-Kontakte nach Uganda
Garbeck. Den Container mit Hilfsgütern hatte der Ugandakreis der Kolpingsfamilie Garbeck im Oktober vorigen Jahres auf die Reise geschickt. Jörg Westermann, der bereits 2007 bei der Eröffnung der Bäckerei in Arua mitgewirkt hatte, ist jetzt selbst nach Uganda gereist, um sich davon zu überzeugen, dass die Sachspenden wohlbehalten angekommen sind. Der Transport hatte reibungslos geklappt, aber die Zollabfertigung wurde immer wieder verzögert. Erst Ende März konnte der Container entladen werden.
Große Freude herrschte in der Kolping-Bäckerei in Arua über den neuen Generator. Denn mehrere Monate konnte die Bäckerei nicht oder nur sehr eingeschränkt arbeiten, weil der alte Generator nicht mehr lief und Strom aus dem öffentlichen Netz unregelmäßig und seit Anfang des Jahres gar nicht mehr geliefert wurde. Seit Anfang April arbeitet die Bäckerei täglich von 8 bis 24 Uhr. Die Tagesleistung beträgt etwa 300 Brote und 4200 Brötchen. Dazu kommen noch andere Backwaren wie Kuchen, Torten oder Pizzen. Ein gebrauchter Traktor, ein Pflug und weitere landwirtschaftliche Geräte hat das Priesterseminar Alokolum in Gulu erhalten. Msgr. Dr. Cosmas Alule, der das Seminar seit Anfang vorigen Jahres leitet, möchte die Landwirtschaft intensiver betreiben, um damit den Unterhalt der mehr als 150 Seminaristen zu verbessern. Jörg Westermann gab bei seinem Besuch noch einige Tipps für die Nutzung. Die Renovierung der Gebäude hat große Fortschritte gemacht. In der Zeit des Bürgerkriegs waren die Seminargebäude zeitweise von Flüchtlingen genutzt worden. Die damals ausgebrannte Bibliothek ist mittlerweile wieder eingerichtet. Für ein geplantes zusätzliches Unterkunftsgebäude kamen mit dem Container 70 Türen an, die überwiegend von einer Schlosserei in Iserlohn gespendet wurden.
Die Arbeit der Kolpingsfamilien in Arua, Vurra und fünf weiteren Orten der Diözese Arua macht gute Fortschritte. Darüber sprach Westermann mit den Präsides Primus Asega, Samuel Orionzi und Henry Tikku. In Vurra übergab der Gast aus Deutschland eine Imker-Ausrüstung.
Die Kolpingsfamilie dort verbessert die Einkommenssituation der Mitglieder durch Kleinviehhaltung, eine Imkerei und neuerdings auch mit einer Fischzucht. Weiter traf Westermann eine Reihe von Kindern, denen mit Hilfe von Patenschaften aus Garbeck und Umgebung der Besuch einer weiterführenden Schule ermöglicht wird.
Schließlich überbrachte er in der Gemeinde Obi eine Spende von 500 Euro für den Bau einer Schule. Es ist der Erlös einer Kollekte, die im Rahmen des Jugendkirche-Projektes des Pastoralverbundes Oberes Hönnetal gehalten wurde, als Robert Butele, ein Priester aus Uganda, dort einen Gottesdienst feierte.
Mitglieder des Ugandakreises führten unterdessen in Köln ein Gespräch mit Peter Isingoma, dem Nationalpräses des Kolpingwerkes in Uganda. Die Garbecker erfuhren viel über die Arbeit des Nationalverbandes und informierten den Nationalpräses über die Partnerschaftsarbeit. Nach der Gründung der ersten Kolpingsfamilie im Gebiet westlich des Nils in Vurra haben sich dort in den vergangenen Jahren sechs weitere Kolpingsfamilien gebildet. Der Nationalverband unterstützt die Kolpingsfamilien in diesem Gebiet vor allem durch den Aufbau von Kleinvieh-Projekten.







