Tag der katholischen Kindertageseinrichtungen aus dem Hochsauerlandkreis setzt Akzente
Kitas mit klarem Profil: katholisch
Brilon. Deutliche Akzente für die Arbeit der katholischen Kindertagesstätten setzte der „KITAG regional 2011“ der Katholischen Kindertageseinrichtungen Hochsauerland-Waldeck gem. GmbH. Über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den 36 Mitgliedseinrichtungen der gem. GmbH waren nach Brilon gekommen, um an diesem ersten regionalen Treffen teilzunehmen. Sowohl während der Versammlung im Pfarrzentrum St. Petrus und Andreas wie auch beim Gottesdienst zuvor in der Propsteikirche wurde das Profil der katholischen Kindertageseinrichtungen deutlich.
von Matthias Nückel
„Wir haben ein Kerngeschäft und wir sind eine Marke: katholisch“, betonte der Geschäftsführer der gem. GmbH, Josef Mertens, bei der Begrüßung. „Wenn wir dies vernachlässigen, werden wir beliebig.“ Mertens umriss einige Kernziele: Die katholischen Kitas sollen Kindern ihren individuellen Lebensweg als selbstbewusste gläubige Menschen ermöglichen. Die Kita GmbH will die Kindertagesstätten als Bestandteil des pastoralen und gesellschaftlichen Auftrages vor Ort möglichst flächendeckend erhalten.
Dass katholische Einrichtungen eben nicht beliebig sein sollen, verdeutlichte die pädagogische Leitung, Michael Stratmann und Brigitte Weimer, bei der Vorstellung der neuen Führungsleitlinien. In dem Papier, das gemeinsam mit den Leiterinnen der Kitas und Familienzentren erarbeitet wurde, geht es zum Beispiel um partnerschaftliche Zusammenarbeit, Offenheit, Vertrauen und Übernahme von Verantwortung. Werte und das christliche Menschenbild spielen in den Leitlinien ebenso eine Rolle wie die Umgangskultur miteinander und die Vorbildfunktion der Führungskräfte.
„Die Leitlinien sind wichtig, weil wir stark personenorientiert sind“, betonte Michael Stratmann und fügte hinzu: „Über 80 Prozent unserer Mittel werden für Personal eingesetzt. Die Mitarbeiterinnen sind unser wichtigstes Kapital.“ Die Leitlinien, die alle Kitas und Familienzentren der gem. GmbH bekommen, gelten für alle, die in irgendeiner Form Führungsaufgaben wahrnehmen.
Dass katholische Kitas ein besonderes Profil brauchen, hatte auch Pfarrer Günter Eickelmann beim Gottesdienst zum Auftakt des KITAG deutlich gemacht. In seiner Predigt zu den Seligpreisungen aus der Bergpredigt übersetzte er das Wort „selig“ mit „glücklich“, und kam zu dem Schluss: „Es wäre schön, wenn Kinder in unseren Einrichtungen erfahren, dass Glück nicht von materiellen Dingen abhängt.“
Kinder sollten auch lernen, dass Miteinander und Kompromissbereitschaft einen höheren Wert darstellen als seinen Kopf durchzusetzen. Und Kinder sollten erfahren, dass Glück nicht bedeute, alles Unglück von ihnen fernzuhalten, meinte Eickelmann, der Mitglied des Verwaltungsrates der gem. GmbH ist.







