Aktuelle Ausgabe
2012-20

Erster „Missionar auf Zeit“ aus Madagaskar für ein Jahr im Erzbistum Paderborn zu Gast

Kirche und Kultur kennenlernen

Erster „Missionar auf Zeit“ aus Madagaskar im Erzbistum Paderborn ist Bertrand Oglivie Tafitasoa: Ulrich Klauke, Bertrand Oglivie Tafitasoa, Dagmar Feldmann, Weihbischof Matthias König (v. l.).

Paderborn (pdp). Weihbischof Matthias König hat den ersten „Missionar auf Zeit“ aus Madagaskar im Erzbistum Paderborn begrüßt. Bertrand Oglivie Tafitasoa, kurz „Tafita“, wird als „Missionar auf Zeit“ (MaZ) für ein Jahr in Deutschland leben und hier das Erzbistum Paderborn, Land, Kultur und insbesondere die Landwirtschaft kennenlernen. 

Das Projekt „Missionar auf Zeit“ ist ein Angebot an junge Christen, die Missionsarbeit in einer anderen Kultur kennenlernen möchten. Zunächst wurden ausschließlich Personen aus Deutschland in andere ferne Länder vermittelt. Neuerdings kommen auch Interessierte nach Deutschland, um Kirche, Kultur und Lebensweise kennenzulernen. Tafita aus Madagaskar ist der dritte „MaZler“ dieser Art. Zuvor waren Jugendliche aus Brasilien und Kenia zu Gast im Erzbistum Paderborn.

Der Kontakt ins Erzbistum entstand durch Tafitas Gastmutter in Deutschland, Dagmar Feldmann aus Warburg-Bonenburg. Sie kennt Tafita durch dessen Tante, die Ordensschwester Julienne Razandraibe in Madagaskar. Seit über 20 Jahren besteht eine enge Freundschaft zwischen Feldmann und der Madagassin, die ihren Neffen im Rahmen des „MaZ“-Projektes nach Deutschland vermittelte.  Der 26-jährige Madagasse lebt für ein Jahr in Deutschland. Er wohnt wochentags im Jugendhaus Hardehausen und arbeitet dort auf dem Jugendbauernhof. An den Wochenenden ist er auf dem Hof seiner Gastfamilie und lernt dort das Leben auf einem Bauernhof in Deutschland kennen. Tafita kommt selbst aus einer Bauernfamilie und ist fasziniert von den technischen Möglichkeiten in einem landwirtschaftlichen Betrieb.

Weihbischof Matthias König und Ulrich Klauke, Leiter des Referats Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat, freuen sich über Bertrand Oglivie Tafitasoa aus Madagaskar. Durch ihn sei ein Kontakt des Erzbistums Paderborn zur Insel südöstlich von Afrika gelungen. Mission sei keine Einbahn-straße von Europa in die weite Welt. Vielmehr kämen aus der Einen Welt mannigfaltige Impulse auch für die Kirche in Deutschland, so Weihbischof König. Schon allein seine Präsenz auf dem Jugendbauernhof in der vom Erzbistum Paderborn getragenen Jugendbildungsstätte Hardehausen sei ein Symbol für die weltkirchliche Perspektive der Bildungsarbeit mit Jugendlichen, sagte der Leiter des Referats Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat. 


23.05.2012
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