Wallfahrtsleiter P. Ralf Preker über den bisherigen Verlauf der Wallfahrtssaison im Jubiläumsjahr
„Jeder einzelne ist uns wichtig!“

- Der Werler Wallfahrtsleiter
Werl/Erzbistum. Der Strom der Pilger reißt nicht ab: Im 350. Jubiläumsjahr der Werler Wallfahrt zur Gottesmutter machen sich Gläubige aus dem gesamten Erzbistum und darüber hinaus auf den Weg zur „Trösterin der Betrübten“. Das wird auch bis zum Ende der Wallfahrtssaison am 1. November so bleiben, ist sich Wallfahrtsleiter Pater Ralf Preker sicher. Im Gespräch mit dem DOM wirft der Franziskaner einen Blick auf die vergangenen Monate und schildert, was ihn persönlich besonders beeindruckt hat.
von Andreas Wiedenhaus
Nüchterne Zahlen allein sind für Pater Ralf nicht unbedingt die richtige Dimension, wenn es um die Pilger nach Werl im Jubiläumsjahr geht: „Jeder einzelne ist uns wichtig“, stellt er mit großer Entschiedenheit fest. Allerdings verrät er, dass bereits Ende Juli rund 100 000 Wallfahrer gezählt worden seien: „Unsere Erwartungen wurden erfüllt und auch übertroffen!“ Schon die Eröffnung im Geist der Ökumene habe ein wichtiges Zeichen gesetzt, blickt der Franziskaner zurück auf den 30. April und den ökumenischen Festakt in der Soester Wiesenkirche. „Höhepunkte gab es seither viele, die Kolping- oder die Ministrantenwallfahrt, das Patronatsfest oder die Gottesdienstübertragungen in Fernsehen und Radio!“
So beeindruckend und wichtig diese Großereignisse seien, die Begegnungen mit den einzelnen Gläubigen blieben dauerhaft im Gedächtnis: „Die ganz individuelle Motivation der Menschen, sich auf den Weg zur Gottesmutter zu machen.“
Aus vielen persönlichen Gesprächen oder auch aus Rückmeldungen, die die Franziskaner nach den Wallfahrten erhalten haben, weiß der Franziskaner, dass im Jubiläumsjahr viele Gläubige die Wallfahrt für sich entdeckt haben, die bisher nicht zur Klientel gehörten – wie etwa bei der Wallfahrt der Kindertagesstätten im Erzbistum oder bei der ökumenisch organisierten Motorrad-Wallfahrt: „Schöne und wichtige Impulse, von denen wir hoffen, dass sie auch nach dem Jubiläumsjahr bestehen bleiben und weiterwirken.“ Diese „Nachhaltigkeit“ wünscht sich Pater Ralf Preker für die Zukunft: „Die Ausstrahlung des Jubiläums auf die kommenden Jahre ist uns sehr wichtig!“ So sei etwa geplant, die Wallfahrt der Kindertagesstätten regelmäßig stattfinden zu lassen.
Mit Blick auf die nächsten Wochen nennt der Wallfahrtsleiter das gemeinsame Pfarrfest der Werler Gemeinden am kommenden Wochenende (siehe Ankündigung auf dieser Seite) als einen weiteren Höhepunkt, ebenso wie die Wallfahrten der Malteser und die des Landvolkes. Allerdings sei es schwierig, sich bestimmte Ereignisse herauszugreifen: „Schließlich haben sich noch so viele Gruppen für September und Oktober angemeldet.“
Den Schlusspunkt setzt ein Pontifikalamt mit Erzbischof Hans-Josef Becker am 1. November. Die Ruhe, die danach einkehren wird, haben sich die zahlreichen Helfer und Verantwortlichen redlich verdient.
Pater Ralf: „Es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen sich im Jubiläumsjahr in den Dienst der Wallfahrt gestellt haben!“ Sie alle dürften seinem Resümee zustimmen: „Wenn man sich an die unzähligen Wallfahrer erinnert und sich die Bilder aus der überfüllten Basilika ins Gedächtnis ruft, sind alle Mühen vergessen!“






