Der Spatenstich zur Erweiterung des Seniorenheims St.-Vinzenz-Vorsterhausen in Hamm ist gemacht
Individuell dosierte Hilfe

- Bei strahlendem Sonnenschein erfolgte symbolisch der „erste Spatenstich neben der bereits vorbereiteten Baufläche. Zuvor hatten Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung gemeinsam mit Vertretern der Stadt, des Planungsbüros und der ausführenden Baufirma einem Wortgottesdienst mit Segnung unter der Leitung von Pfarrer Ludgerus Poggel (Mitte) im Garten gefeiert. Foto: Plamper
Hamm. Seine gewohnte Umgebung verlassen und in einer Seniorenwohnanlage eine neue Heimat finden, das ist für ältere Menschen oft kein einfacher Schritt. Er bedeutet für manche auch ein weiteres Stück der noch vorhandenen Selbstständigkeit aufzugeben, im Tausch gegen das sichere Gefühl, umsorgt zu werden, wann immer es nötig ist.
von Elisabeth Plamper
Individuelle Betreuung und trotzdem eigenständiges Wohnen, diesen Anspruch stellt das Senioren- und Pflegeheim St.-Vinzenz-Vorsterhausen seit seiner Eröffnung 1997 an sich. Nun sehen der Eigentümer des Hauses, die Kirchengemeinde St. Josef und der Betriebsträger, der Caritasverband für die Stadt Hamm, nach langen Vorplanungen dem Bau von zwei weiteren Anbauten entgegen.
Bei strahlendem Sonnenschein erfolgte symbolisch der „erste Spatenstich“ neben der bereits vorbereiteten Baufläche. Zuvor hatten Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung gemeinsam mit Vertretern der Stadt, des Planungsbüros und der ausführenden Baufirma einen Wortgottesdienst mit Segnung unter der Leitung von Pfarrer Ludgerus Poggel im Garten gefeiert.
Im Frühjahr 2010 sollen die Anbauten bezugsfertig sein. Mit der Erweiterung durch zwei Gebäudekomplexe sind die bisherigen Doppelzimmer im St. Vinzenz jetzt Geschichte. „Die Wohnsituation wird sich für die 44 Bewohner in den Doppelzimmern spürbar entlasten“, erläuterte Heimleiter Paul Strünken. Insgesamt werden entsprechend 22 Einzelzimmer, zwei große Wohnküchen sowie entsprechende Dienst- und Pflegearbeitsräume zusätzlich zur Verfügung stehen.
Im Garten zum Pavillon entsteht ein neuer U-förmiger Innenhof, der als weitere Gartenterrasse gestaltet wird. Die katholische Einrichtung bietet den Hausbewohnern neben der normalen Lebensgestaltung auch in persönlichen Krisensituationen, Krankheit, Sterben und Tod seelsorgerische Betreuung. Ziel der pastoralen Fürsorge ist es, den christlichen Glauben unter Beachtung der jeweiligen religiösen Prägung und die Verbundenheit mit der kirchlichen Tradition und Herkunft in Gesprächen, Andachten, Gottesdiensten, Eucharistiefeiern und offenen Gesprächsrunden zu stärken. Diese Angebote werden in Kooperation von der katholischen Kirchengemeinde St. Josef und der evangelischen Christusgemeinde realisiert.
„Wir pflegen und betreuen Menschen. Der Wert des Menschen wird stets bemessen an der Würde, die ihm von Gott zuerkannt und durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert worden ist“, so heißt es Leitbild der Einrichtung. „Jeder Mensch ist eine eigenständige Persönlichkeit, mit einer individuellen Geschichte, eigenen Werten, Erfahrungen und Vorstellungen. Lebensaufgabe eines jeden Menschen ist es, sein Leben in diesem Rahmen verantwortlich zu gestalten.“






