Pilgerstelle des Bistums bietet ganz besondere Reisen mit geistlicher Begleitung an
In der ewigen Stadt die Ehe erneuern
Paderborn/Dortmund. Verreisen kann heute jeder. Dafür braucht er nicht einmal mehr ins Reisebüro zu gehen. Über das Internet ist alles möglich. Das weiß auch Liudger Gottschlich. Der Pastor aus dem Exerzitienreferat des Erzbistums bietet trotzdem Reisen an. Doch diese sind ganz besonders, es gibt sie so nicht von der Stange zu kaufen. Als Pilgerstelle des Erzbistums kümmert sich Gottschlich um den nötigen Hintergrund und das Fangnetz aus Glauben, wenn die Menschen im Urlaub die „Seele baumeln lassen wollen.“
von Christian Schlichter
„Es lohnt sich, geistlich auf dem Weg zu sein“, beschreibt der Priester seine Arbeit. Er entwickelt Inhalte, wählt Ziele aus und schafft es so, ganz unverwechselbare Reisen anzubieten. In der Organisation arbeitet er mit dem Dortmunder Reiseveranstalter Viator zusammen. Die komplette Gestaltung der Reise liegt jedoch bei ihm in der Pilgerstelle.
Lourdes und Fatima sind im Programm, als Standards gehören sie dazu. Doch per Bahn oder Bus geht das nicht mehr. Mittlerweile sind die beiden Marienwallfahrtsorte fest im Flugplan verankert, kostenmäßig gibt es kaum mehr Unterschiede zur Bahnfahrt. Beide Orte werden jedoch von den Paderbornern zu bestimmten Zeiten angefahren. Terminen, die in fester Verbindung mit den damaligen Erscheinungen stehen. Fatima, so beschreibt es Liudger Gottschlich, sei Mitte Mai eingeplant, jeweils knapp 100 Mitfahrer sind dabei. In diesem Jahr wird der Benediktiner Pater Abraham Fischer aus Meschede die Tour vom 9. bis 15. Mai begleiten. Er hat ebenso einen Bezug zum Thema, wie Prälat Franz Hochstein, der vom 14. bis 18. September die Lourdes Gruppe begleitet.
„Rom für Ehepaare“, das eröffnet das diesjährige Pilgerjahr des Erzbistums. Vom 9. bis 16. Mai fliegt Pastor Gottschlich mit bis zu 15 Paaren in die ewige Stadt. Als Erinnerung an die Hochzeitsreise, als Auftanken im Ehealltag oder als Geschenk zu einem Jubiläum werde diese Fahrt oft gebucht. Höhepunkt neben den üblichen Besichtigungen und auch viel Freiraum sei die Erneuerung des Eheversprechens mit anschließendem Festmahl im Tivoli.
Einen besonderen Akzent hat auch die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela. Im Juni geht es mit Pfarrer Jochen Andreas auf die Route, der Priester ist den Weg selbst ein Vierteljahr lang gegangen. Zwar handelt es sich um eine Busreise, doch jeden Tag werden drei bis vier Stunden Wanderung eingeplant.
Halberstadt, Südengland und Ägypetn heißen die weiteren Reiseziele. Jeweils hochkarätige Programme, eine immer geistliche Begleitung durch einen versierten Pfarrer verbergen sich dahinter. In Halberstadt geht es um das Kennenlernen der christlichen Wurzeln des Landes in einer mehr und mehr entchristlichen Gesellschaft. Südengland geht den großen Missionaren wie Bonifatius oder Willibrord auf die Spur. Die stammen aus der Gegend dort. Die Reise von Ägypten über Jordanien nach Israel soll aufzeigen, wie stark die Verwurzelung des Christentums im Alten Testament ist. Mit dem Bielefelder Pastor Stefan Tausch erleben die Mitfahrer den biblischen Weg des Volkes Isreals nach.







