Aktuelle Ausgabe
2012-20

Provinzkapitel der Bestwiger Schwestern wählt neue Leitung

Hoffnungsvoller Blick in die Zukunft

Die Provinzleitung mit dem neuen Provinzrat (v. l.): Provinzökonomin Sr. Anna Maria Hovest, Sr. Maria Andrea Stratmann, Sr. Margareta Kühn, Sr. Maria Elisabeth Goldmann, Provinzoberin Sr. Pia Elisabeth Hellrung, Sr. Dorothea Brylak, Provinzassistentin Sr. Johanna Guthoff, Sr. Maria Manuela Gockel und Provinzsekretärin Sr. Maria Hildegard Schültingkemper. Foto: SMMP

Bestwig. Schwester Pia Elisabeth Hellrung bleibt auch für die nächsten sechs Jahre Provinzoberin der Europäischen Provinz der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel. So haben die 32 teilnehmenden Ordensschwestern des Provinzkapitels im Bergkloster Bestwig entschieden. Neue Provinzassistentin ist Schwester Johanna Guthoff aus Arnsberg-Oelinghausen.

Generaloberin Schwester Aloisia Höing aus Heiligenstadt leitete die Wahl und gab das Ergebnis vor über 150 Schwestern und Mitarbeitern des Bergklosters in der Dreifaltigkeitskirche bekannt. Dort rief sie die neue Leitung und die fünf gewählten Schwestern des Provinzrates auf, ihr Treueversprechen für die neue Amtszeit abzulegen. Dem beratenden Gremium gehören künftig Schwester Maria Elisabeth Goldmann aus Bestwig, Schwester Maria Andrea Stratmann aus Menden, Schwester Maria Manuela Gockel aus Ahaus, Schwester Margareta Kühn aus Berlin und Schwester Dorothea Brylak aus den Niederlanden an. Provinzökonomin bleibt Schwester Anna Maria Hovest. Neue Provinzsekretärin ist die bisherige Provinzassistentin Schwester Maria Hildegard Schültingkemper.
„Das Kapitel war von einer offenen Atmosphäre und konstruktiver Zusammenarbeit geprägt“, sagt die alte und neue Provinzoberin Schwester Pia Elisabeth Hellrung. Letztlich habe sich in der einwöchigen Tagung auch widergespiegelt, dass sich die vor sechs Jahren gegründete Europäische Provinz bewährt habe. Bis dahin hatte es noch eine eichsfeldische, eine westdeutsche sowie eine niederländische Provinz gegeben. Im Zuge der Rückverlegung des Generalats nach Heiligenstadt nach der wiederhergestellten deutschen Einheit waren die Strukturen geändert worden. „Der Status der Provinz auf Probe ist jetzt aufgehoben“, freut sich die Provinzoberin. Auch gebe es für die Zukunft– trotz der zurückgehenden Zahl an Ordensschwestern – viele Zeichen der Hoffnung: Dazu gehöre die gute Zusammenarbeit mit den über 3 500 Mitarbeitern aus den Einrichtungen und Diensten, deren Träger bzw. Mitgesellschafter die Ordensgemeinschaft in vier Bundesländern ist. Innerhalb des Erzbistums Paderborn gehören dazu beispielsweise das Berufskolleg Bergkloster Bestwig sowie das Placida-Viel-Berufskolleg und das Walburgisgymnasium in Menden. Und in Geseke unterhalten die Schwestern das Wohn- und Pflegezentrum Haus Maria mit dem Fachseminar für Altenpflege. „Nach dem guten Miteinander im Jubiläumsjahr 2007 wollen wir Wege finden, wie auch die Mitarbeiter das Charisma unserer Gemeinschaft und unserer Gründerin weitertragen“, erklärt Schwester Pia Elisabeth.
Auch die gesellschaftlichen Veränderungen fordern die Gemeinschaft heraus. „Deshalb stand bei dem Kapitel nicht nur die Überprüfung unseres eigenen Sendungsauftrages im Vordergrund, sondern auch die Frage, wie das Zusammenleben angesichts vieler kleinerer Konvente heute gestaltet werden kann“, erläutert die Provinzoberin. Früher hätten sich um die Konvente Aufgaben ergeben und Einrichtungen gegrün-det. Heute müsse man für jede einzelne Schwester Arbeitsstellen und Einsatzgebiete suchen. Außerdem wolle man jungen Frauen auch befristet eine Möglichkeit eröffnen, im Kloster mitzuleben.
„Unsere beiden Novizinnen belegen, dass sich immer noch Menschen für das Ordensleben ansprechen lassen“, betont Schwester Pia Elisabeth. Und sie verweist auf die inzwischen guten Kontakte zu der französischen Gemeinschaft der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel. Bald schon soll es einen Konvent am Gründungsort– der Abtei St. Sauveur le Vicomte in der Normandie– geben, in dem auch zwei Schwestern aus dem deutschen Ordenszweig mitleben sollen: „Dieses Zubewegen auf eine neue Einheit hin eröffnet ebenfalls neue Perspektiven.“


23.05.2012
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