Aktuelle Ausgabe
2012-20

Gut besuchte Podiumsveranstaltung im Katholischen Centrum

Hoffnung auf Dialog

Gespräch über Reformen in der Kirche (v.l.): Claudia Lechleitner, Dr. Wolfram Kiwit, Pater Siegfried Modenbach und Prof. Dr. Thomas Schüller, Universität Münster. Foto: pdp

Dortmund (pdp). Auf großes Interesse stieß die Podiumsdiskussion zum Memorandum „Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch“ im Katholischen Centrum. Rund 120 Besucher hörten den Vortrag von Prof. Dr. Thomas Schüller von der Universität Münster und beteiligten sich an der Diskussion. 

„Zunächst habe ich gedacht, das kennen wir alles schon, aber dann hatte ich doch den Eindruck, es gibt wirklich einen Aufbruch und ich hoffe auf den Dialog“, antwortete Claudia Lechleitner, Sprecherin der Laien im Katholischen Stadtgremium auf eine Frage von Dr. Wolfram Kiwit. Der Chefredakteur der Ruhr Nachrichten moderierte die Diskussion zu dem von mittlerweile rund 300 Theologen unterzeichneten Aufruf zu Reformen in der Kirche. 

Zu Beginn hatte Professor Schüller den Reformkatalog und dessen Themen erläutert: „Den Studierenden in der Theologie ist, wie vielen Gläubigen, die Unsicherheit deutlich anzumerken, die aus den Krisen der letzten Zeit in unserer Kirche entstanden ist.“ Es gehe darum, den Graben zwischen dem, was die Kirche lehrt, und dem, was viele Gläubige heute leben und glauben würden, zu überwinden. Das betreffe das Thema der „Zukunft der Gemeinden“ ebenso, wie Fragen der Gewissensfreiheit und der „nicht auf den ersten Blick mit der Lehre übereinstimmenden Lebensentwürfe“. 

Pater Siegfried Modenbach vom Katholischen Forum befürchtete einen „Bruch zwischen Kirchenvolk und Kirchenleitung“. Er rief daher zu mehr Dialog auf und dazu, „darauf zu schauen, was das Evangelium von uns fordert, damit die Menschen spüren, es geht uns um die Menschen und um die Botschaft Jesu.“


23.05.2012
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