Aktuelle Ausgabe
2012-20

Bischof Abune Markos Gebremehdin aus Äthiopien besuchte Freunde im Erzbistum Paderborn

Hilfe für die Ärmsten der Armen

Auch der Besuch des Paderborner Doms gehörte für Bischof Gebremehdin aus Äthiopien zum Programm. Begleitet von Diakon Klaus Krekeler und dessen Frau Rosi weilte er zehn Tage lang in Deutschland.Foto: Birger Berbüsse

Peckelsheim. Rosi und Klaus Krekeler sind für ihn „wie eine Familie“. Also zögerte Bischof Abune Markos Gebremehdin nicht, als ihn das Ehepaar aus Peckelsheim im Dekanat Höxter nach Deutschland einlud. Seit 15 Jahren engagieren sich die Rentner mit ihrem Projekt „Mensch zu Mensch“ in Äthiopien.  

von Birger Berbüsse 

Das „Mensch-zu-Mensch“-Projekt der Krekelers basiert auf Patenschaften. Mit 20 Euro im Monat kann man ein Kind in Äthiopien unterstützen, um ihm einen Schulbesuch zu ermöglichen. Denn ohne Bildung haben die Kinder in diesem bitterarmen Land auf dem afrikanischen Kontinent keine Zukunftschancen. Über 1 000 Patenschaften gibt es mittlerweile. Für diese Paten richten die Krekelers jährlich ein Treffen aus. Und Bischof Abune Markos Gebremehdin nahm teil.

„Ich wollte den Paten für ihre wichtige Unterstützung der Ärmsten der Armen danken“, erzählt er. Sein Land liegt wirtschaftlich am Boden, ist von Naturkatastrophen und Krankheiten wie Aids gebeutelt. Viele Kinder und Erwachsene sind unterernährt, die Arbeitslosigkeit ist hoch. Deshalb sei das Programm der Krekelers so wichtig, weil es den Armen eine Chance gebe, so der Bischof. Er kann berichten, wie sehr die Hilfe bei den Familien ankommt. Und der äthiopische Geistliche unterstreicht die Bedeutung des Schulbesuchs: „Bildung ist die einzige Garantie für eine gute Zukunft!“

Doch es müsse noch mehr getan werden, und so wirbt der Bischof für weitere Unterstützung. Dass die gespendeten Gelder gut verwendet werden, das wollte er mit seinem Besuch bezeugen. Ergriffen schildert Bischof Gebremehdin, wie berührt die Paten nach seinem Vortrag gewesen seien und wie interessiert sie Fragen über sein Land stellten. 

In den zehn Tagen seines Aufenthalts bewältigte der Bischof ein umfangreiches Programm: Neben dem Besuch von Schulen und Krankenhäusern besichtigte die Gruppe auch eine Firma, die das Patenprogramm unterstützt. Etwas Tourismus gab es aber auch. Bischof Gebremehdin ließ sich durch Paderborn führen und besichtigte das Korbmachermusem in Dalhausen.


23.05.2012
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