Stromspar-Check des SKM verbindet Sozialberatung und Klimaschutz
Hartz-IV-Empfänger als Klimaschützer
Dortmund. „Damit spare ich eine ganze Menge Geld!“ Gabriele Nippert drückt auf den Lichtschalter und weist auf die Energiesparbirne in ihrer Wohnzimmerlampe. „Und CO2!“, fügt die 59-Jährige nach kurzem Überlegen und nicht ohne Stolz hinzu. Denn die Hartz-IV-Bezieherin schont mit dem Einsatz von Energiesparlampen nicht nur die eigene Geldbörse, sondern auch die Umwelt.
Möglich wurde das durch den Stromspar-Check des SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste in Dortmund. Gabriele Nippert erinnert sich: „Durch einen Flyer bin ich auf diesen Service aufmerksam geworden.“ Ein kurzer Telefonanruf genügte, und kurz darauf standen Michael Kober und Uwe Schmitt vor ihrer Wohnungstür in Dortmund-Kirchlinde.
Die beiden bilden eins von zwei Stromspar-Teams des SKM. „Anhand einer Liste überprüfen wir den Strom- und den Wasserverbrauch“, erläutert Uwe Schmitt die Vorgehensweise. „Wir erfragen Nutzungszeiten und messen Stand-by-Verbräuche“, fügt Michael Kober hinzu.
„Schon nach einer knappen Woche stand dann der zweite Besuch an“, freut sich Gabriele Nippert. Und die Stromspar-Helfer kamen nicht mit leeren Händen: Sie brachten Energiesparlampen, schaltbare Steckerleisten, einen wassersparenden Duschkopf und Einsätze für Wasserhähne mit – als Geschenk, denn die mitgebrachten Geräte sowie den Beratungs-Service gibt es für Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld kostenlos. Interessant war aber auch, was die beiden schwarz auf weiß aus ihrer Aktentasche zogen: Eine individuelle Berechnung für Gabriele Nipperts Haushalt zeigt auf, wie viel sie durch die Maßnahmen in Zukunft jedes Jahr sparen wird – 80 Euro für sich und rund 230 Kilogramm CO2 für das Klima.
„In vielen Haushalten ist das Einsparpotenzial sogar noch größer“, bilanziert Carola Scharner, Leiterin des Projekts Stromspar-Check beim SKM. Bei rund 500 bisher durchgeführten Checks können so langfristig mehr als 3400 Tonnen des „Klimakiller-Gases“ eingespart werden. „Einer von vielen Schritten in die richtige Richtung, denn der CO2-Ausstoß in Deutschland soll bis 2050 um mindestens 80 Prozent gesenkt werden.“
Den Erfolg des Projekts Stromspar-Check führt Alwin Buddenkotte, Geschäftsführer des SKM Dortmund e.V., auch darauf zurück, dass bei diesem Angebot die unterschiedlichen Beratungsangebote wie etwa die Allgemeine Sozialberatung, die Schuldnerberatung oder die Schwangerenberatung schnell und effektiv zusammenarbeiten: „Schließlich ist es uns sehr wichtig, prompt und schnell den Haushalten und der Umwelt zu helfen.“ Diese Vernetzung und der unkomplizierte Zugang zum Stromspar-Check per E-Mail oder Anruf trügen dazu bei, dass der SKM Dortmund e.V. unter den bundesweit mehr als 70 Projektstandorten zu den effektivsten zählt.
Hintergrund
Dortmunder Bürger, die Sozialleistungen beziehen, erhalten den Stromspar-Check und die Energiesparhilfen im Wert von bis zu 70 Euro kostenlos. Anmeldung: SKM Dortmund e.V., Tel: 02 31/18 48-1 17; E-Mail: stromspar-check@skm-dortmund.de







