Aktuelle Ausgabe
2012-20

Kleiderkammer Bigge lockt mit Kaufhauscharakter

Günstig und schick

Brunhilde Sabinarz, Christian Lange, Anne Bartholome und Iris Peters im gut sortierten „Kleidershop“. Zum Ehrenamtlichen-Team gehören außerdem Beate Kretzschmar, Tina Brendel und Sabine Grahl.

Bigge. „Das ist ja hier ein richtiger Kleidershop“, hatte erst kürzlich ein Kunde gesagt, als er die Kleiderkammer der Bigger Caritas-Konferenz nach dem Umbau erstmals wieder betrat. Tatsächlich haben sich die Räumlichkeiten im Bigger Pfarrheim nicht nur geräumiger, sondern auch moderner gestaltet.  

„Wir haben hier jetzt noch mehr Ladencharakter“, bestätigt auch Iris Peters von der Caritas-Konferenz, die neben fünf weiteren Ehrenamtlichen im Kleiderkammerteam mitarbeitet.

Durch Kaufhausauflösungen, aber auch einfach durch die Spendenfreudigkeit der Modegeschäfte im Stadtgebiet, konnte nicht nur entsprechendes Interieur beschafft werden, sondern wird auch eine beständige Vielfalt und vor allem gute Qualität garantiert. Wie in einer richtigen Boutique können Kunden nach Größen sortiert schicke Kleidung für jedes Alter und jeden Geschmack aussuchen und auch vor Ort anprobieren. 

Dazu kommt eine große Auswahl an Schuhen, Bettwäsche oder auch Haushaltswaren. Ob Babystrampler, Wintermantel oder Jeans im jugendlichen Outfit – das Angebot reicht für die gesamte Familie und darauf sind die Ehrenamtlichen der Kleiderkammer auch sichtlich stolz. 

Die soziale Institution mit Tradition besteht seit weit über 20 Jahren unter der Regie der Caritas-Konferenz Bigge. Und die Akzeptanz in der Bevölkerung wächst weiter an. Das zeigen nicht nur die Spenden der Geschäfte, sondern auch die der Privatleute, die diese donnerstags von 16 bis 17 Uhr im Pfarrheim abgeben können. Geöffnet hat die Kleiderkammer für Kunden wie gehabt immer dienstags von 14 bis 17 Uhr. „Im Schnitt kommen etwa 30 bis 40 Kunden jeden Woche zu uns“, erzählt Brunhilde Sabinarz vom Kleiderkammerteam. 

Natürlich nutzen in erster Linie bedürftige Personen und Familien das Angebot, doch grundsätzlich ist die Kleiderkammer offen für alle. Mittlerweile kommen die Kunden nicht nur aus Bigge und Olsberg, sondern auch aus den Nachbargemeinden.

Neu im Team der Bigger Kleiderkammer ist Christian Lange, der eine „nette ehrenamtliche Aufgabe gesucht“ und hier gefunden hat. „Den lassen wir auch nicht wieder weg“, schmunzelt Iris Peters. 

Die Erlöse, die aus dem Verkauf stammen, werden zum Teil für die Kosten der Kleiderkammer selbst verwendet. Der größte Teil aber fließt in gemeinnützige Projekte der Caritas-Konferenz vor Ort, wie Einzelfallhilfen. Darüber hinaus gibt es auch immer wieder Packaktionen für die Ukraine oder Kasachstan und überzählige Sommerkleidung erhält Marietta Esteban-Richter für den philippinischen Frauenkreis.


23.05.2012
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