Aktuelle Ausgabe
2012-20

Jugendgottesdienste an besonderen Orten

Gottesdienst in der Sargfabrik

Pater Christoph Hammer nutzte auf einem offenen Sarg die Osterkerze und die Rose von Jerusalem als Symbole für die christliche Auferstehungshoffnung. Links die Musiker Marius Albers und Ludwig Zimmermann.

Lennestadt-Trockenbrück. Ein Gottesdienst in einer Sargfabrik – da wurde es so manchem Besucher mulmig. Knapp 150 Menschen nahmen an dem Jugendgottesdienst in der Sargfabrik Hellekes in Lennestadt-Trockenbrück teil. Der Gottesdienstraum war rundherum von Särgen umgeben. Im Mittelpunkt der Eucharistiefeier, die im Rahmen der Reihe „Junge Kirche wo? anders!“ stattfand, stand denn auch das Thema Tod.

Pater Christoph Hammer sagte, durch den Todesfall von Fußballnationaltorwart Robert Enke sei ausnahmsweise einmal ein tragischer Tod in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt worden. „Zu oft verdrängen wir aber den Tod in Krankenhäuser und in die Anonymität. Dabei haben wir Christen guten Grund, mit dem Tod auch die Hoffnung auf ein ewiges Leben zu verbinden“, betonte der Jugendseelsorger.
So feierten die überwiegend jugendlichen Besucher auch einen Gottesdienst, der diese Hoffnung in starken Symbolen ausdrückte. Eine Rose von Jerusalem, eine unscheinbare und verdorrt wirkende Pflanze wurde durch Wasser zum Leben erweckt und blühte auf. Und aus einem Sarg heraus wuchs die Osterkerze als Zeichen für die Überwindung des Todes durch die Auferweckung Jesu Chris­ti. Auch die musikalische Gestaltung durch Ludwig Zimmermann, Maximiliane Färber und Marius Albers vom Gymnasium Maria Königin unterstrich die christliche Hoffnungsbotschaft der Messfeier.   
Beeindruckt von der dichten Atmosphäre des Gottesdienstes zeigte sich auch das Ehepaar Hesse, Besitzer der Sargfabrik Hellekes. Sie waren sofort bereit gewesen, ihre Halle für diesen Gottesdienst zur Verfügung zu stellen und waren erfreut über die große Resonanz. Ansgar Kaufmann vom Vorbereitungskreis kündigte an, die Reihe „Junge Kirche wo? anders!“ auch im kommenden Jahr fortzusetzen. „Wir glauben, dass besondere Orte gerade für junge Menschen einen neuen und intensiven Zugang zu Gottesdienst und Glaube ermöglichen können“, sagte er. Diese besonderen Gottesdienste werden von Jugendreferentin Esther Göcke und Jugendseelsorger Christoph Hammer gemeinsam mit den Projekten „Junge Kirche“ in Finnentrop-Heggen, Olpe und Maria Königin Altenhundem angeboten. 


23.05.2012
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