Aktuelle Ausgabe
2012-20

Die beiden Bergkamener Pastoralverbünde schließen sich zusammmen

Gemeinsam sind wir stark

Pfarrer Thorsten Neudenberger beim Gottesdienst: „Wir bitten um Gottes Segen für unsere gemeinsamen Wege.“ Foto: Plamper

Bergkamen. Nun ist es „amtlich“. Am Montag dieser Woche gaben Pastor Thorsten Neudenberger und der sogenannte „5er-Rat“ bekannt, dass es am 18. September 2011 ein großes Fest für die katholischen Kirchengemeinden in Bergkamen geben wird. Die Pastoralverbünde „Bergkamen/Rünthe“ und „Weddinghofen-Oberaden“ machen sich gemeinsam auf den Weg in die Zukunft. 

von Elisabeth Plamper 

„Der Pastoralverbund Bergkamen entsteht noch in diesem Jahr“, erklärte Thorsten Neudenberger. Vertreter aus den Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen hatten zusammen mit dem Seelsorgerteam die Bitte um Zusammenführung der beiden Pastoralverbünde Erzbischof Hans-Josef Becker am 1. September 2010 vorgetragen. Jetzt hat das Erzbischöfliche Generalvikariat in Paderborn grünes Licht gegeben. Auf den Tag genau ein Jahr später, am 1. September 2011 wird der Pastoralverbund Bergkamen errichtet.

Die Gemeinden sind einander längst nicht mehr unbekannt, denn bereits seit nunmehr zwei Jahren arbeiteten die Ehren- und Hauptamtlichen aus den fünf katholischen Gemeinden im sogenannten „5er-Rat“ zusammen. Und auch die einzelnen Gruppen haben sich inzwischen kennengelernt und zahlreiche Aktionen zusammen gestaltet. Jüngst wurde erst der Caritas-Kleiderlanden „CARIert“ in der Präsidentenstraße in Bergkamen mit Erfolg auf den Weg gebracht.

Der neue Pastoralverbund umfasst die katholischen Kirchengemeinden Herz Jesu (Rünthe), St. Barbara (Oberaden), St. Elisabeth (Bergkamen), St. Klemens Maria Hofbauer (Rünthe) und St. Michael (Weddinghofen). Insgesamt betreuen die Pfarrer Paul Chmielecki und Czeslaw Plonka, die Pastöre Thorsten Neudenberger und Sebastian Zimmert, die beiden Diakone sowie die Gemeindereferentin im neuen Pastoralverbund Bergkamen dann gemeinsam 13300 Katholiken. Die Leitung wird ihren Sitz im zentral gelegenen Pfarrhaus der St.- Elisabeth-Kirche in der Parkstraße, Bergkamen, haben.

Die Errichtung des Pastoralverbundes Bergkamen berühre nicht die Selbstständigkeit der fünf Kirchengemeinden, betonte Neudenberger. „Die Kirchen, die Pfarrhäuser mit den Pfarrbüros, die Pfarrheime und Kindergärten werden, solange dies pastoral sinnvoll, notwendig und finanziell tragbar ist, erhalten.“ An der Leitung der Gemeinden, so sieht es die aktuelle Planung vor, sollen wie gewohnt die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände mitwirken. „Gleichzeitig werden die Kirchenvorstände in der nächsten Zeit überlegen, wie Verwaltungsarbeiten zentraler und effizienter sichergestellt werden können.“ Möglich sei beispielsweise eine Verschmelzung zu einer Stadtpfarrei mit fünf Mitgliedskirchen, auch in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den Pfarreien Bönen und Kamen ab dem Jahr 2020. „Es ist uns wichtig, die Mitglieder der fünf Kirchengemeinden auf diesem Weg mitzunehmen.“ Das ist die Prämisse, die sich die Gremien für den gemeinsamen Weg gesetzt haben.

„Die offizielle Errichtung des Pastoralverbundes ist Ziel eines Prozesses, der von den Laien, das heißt von getauften und gefirmten Christen unserer Gemeinden, angeregt wurde und bis heute engagiert getragen wird“, erklärte Thorsten Neudenberger. „Ein großer Pastoralverbund Bergkamen eröffnet ein weites Feld von gelebter Kooperation.“ So könne Seelsorge und kirchliches Leben für die Stadt auch in den kommenden Jahrzehnten erhalten bleiben. „Gemeinsam können wir Wege suchen und gehen, damit die Menschen Bergkamens aus dem Evangelium heraus Antwort bekommen auf ihre Fragen und Hilfe in ihren Nöten.“

Die Vorbereitungen für die offizielle Feier sind angelaufen. Die Auftaktveranstaltung am Sonntag, 18. September 2011, beginnt um 11 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Elisabeth-Kirche. „Wir bitten um Gottes Segen für unsere gemeinsamen Wege in die Zukunft.“ Anschließend wird das Elisabeth-Haus zum „Raum der Begegnung“.


23.05.2012
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