Aktuelle Ausgabe
2008_46

Zweiwöchige Gemeindemission in Belecke geplant

Gemeinsam auf dem Weg des Glaubens

Erst Gemeindezusammenlegung, dann Gemeindemission: Der Belecker Pfarrer Markus Gudermann (Mitte) mit Reinhild Schramm, Thomas Schrewe, Norbert Cruse und Alfred Henke (v. l.) von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand.

Belecke. Am Anfang stand die Zusammenlegung zweier Gemeinden: Seit Anfang des Jahres gibt es in Belecke bei Warstein nur noch die St.-Pankratius-Gemeinde. Um neben der äußeren auch die innere Vereinigung voranzutreiben, ist für den September nun eine zweiwöchige Gemeindemission geplant. „Wir wollen uns gemeinsam auf den Weg des Glaubens machen“, sagt Pfarrer Markus Gudermann dazu.

Zwei Redemptoristenpatres aus Bochum werden im September vierzehn Tage lang zu von der Gemeinde gewünschten Themen predigen und sprechen sowie zahlreiche Messen feiern. Die Idee dazu hatten die Belecker schon vor rund anderthalb Jahren, als der Prozess der Gemeindezusammenlegung von St. Pankratius und Heilig Geist in vollem Gange war. „Wir wollen den Prozess der Zusammenlegung nicht einfach nur formaljuristisch vollziehen“, erklärt Pfarrer Gudermann. Die Gemeinden sollten neben der äußerlichen Vereinigung, die seit Jahresbeginn offiziell ist (der DOM berichtete) auch innerlich zusammengebracht werden. „Durch die Besinnung auf die Grundlagen unseres Glaubens wollen wir herausfinden, was uns als Christen insgesamt verbindet“, hofft der Seelsorger.
Dafür hat er Kontakt zu den Redemptoristen in Bochum aufgenommen. Die seien schließlich dafür bekannt, dass sie Mission als ihre Hauptaufgabe verstünden. Einer der beiden Patres, die im September für zwei Wochen in Belecke zu Gast sein werden, Pater Franz Mehwald, sei auch schon zu zwei Vorgesprächen vor Ort gewesen. Daraufhin habe er eine Liste mit zwanzig Themen erstellt, die er und sein Mitbruder anbieten könnten. Von diesen sollten nun zehn ausgewählt werden. „Um die Gemeinsamkeit von Anfang an zu betonen, haben wir dann alle Gemeindemitglieder mit einbezogen“, beschreibt der Belecker Pfarrer das weitere Vorgehen. 3000 Stimmzettel seien erstellt worden, auf denen die Themen der Patres vorgestellt wurden: Diese wurden dann von den Damen der Caritaskonferenzen verteilt. „Aber die haben die Zettel nicht einfach in den Briefkasten geworfen, sondern persönlich überreicht und erläutert“, betont Gudermann das Engagement der Belecker Frauen.
784 der Stimmzettel kamen ausgefüllt wieder zurück, was der Priester als „ganz guten Rücklauf“ bezeichnet. Mit mehr als der Hälfte der Stimmen liegt das Thema Familie auf dem ersten Platz, gefolgt von „Unser Leben hat Sinn“, „Tod und Auferstehung“, „Gewissen – Freiheit – Gebote“ und „Ökumene“. Interessanterweise landete der Themenvorschlag „Lebendige Gemeinde“ auf Platz elf und flog somit raus.
Für Gudermann nicht ungewöhnlich: „Viele empfinden unsere Gemeinde wohl schon als lebendig“, vermutet er. Außerdem würden die Patres während der Mission, die am Samstag, 13. September, mit einem Eröffnungsgottesdienst und einer Marienfeier beginnen soll, die gewünschten Themen ohnehin nicht so „trennscharf“ behandeln. Vierzehn Tage lang werde es morgens und abends heilige Messen mit anschließendem Glaubensgespräch geben.
„Dabei werden wir zwischen den zwei Kirchen der Gemeinde wechseln“, weist Gudermann auf einen wichtigen Punkt hin. Geplant seien außerdem Gottesdienste für Frauen, Senioren und Kinder sowie Krankensalbungen, Kindersegnungen und Gespräche mit den Firmlingen. Höhepunkt soll dabei das Pfarrfest zur Halbzeit der Mission werden: „Dadurch soll unsere Einheit nochmals betont werden“, blickt Pfarrer Gudermann schon voraus. 
Birger Berbüsse


21.11.2008
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