Aktuelle Ausgabe
2012-20

Die Wärmestube St. Nikolai des Caritas-Verbandes Minden wurde nach Anbau wieder eröffnet

Für viele Bedürftige ein Stück Heimat

Weihbischof Manfred Grothe segnet das Gebäude.Foto: Lehmich

Minden. Nach sechsmonatiger Bauzeit konnte der Anbau der Wärmestube St. Nikolai des Caritas-Verbandes in Minden fertig gestellt werden. Nach einem Dankgottesdienst in der St.-Mauritius-Kirche nahm Weihbischof Manfred Grothe aus Paderborn Einweihung und Segnung des Gebäudes vor. Viele Gäste, darunter insbesondere viele Förderer und Spender, die den Umbau und Erweiterungsbau erst möglich gemacht haben, nutzten die Gelegenheit, die neuen und sanierten Räume in Augenschein zu nehmen. 

von Alfred Lehmich

Um für die ständig wachsende Zahl der Gäste ausreichend Platz zu schaffen, war dieser Erweiterungsbau notwendig geworden. Kamen anfänglich täglich zwischen zehn und 15 Besucher, so sind es heute etwa 35 Gäste täglich. Das konnte in den alten sehr beschränkten Räumlichkeiten nicht mehr bewerkstelligt werden. Außerdem war eine Sanierung nach 17 Jahren auch im alten Bestand dringend erforderlich. Nun steht nach der Bereitstellung des Anbaus das kleine Häuschen am Pauline von Mallinckrodtplatz, das vielen Bedürftigen ein Stück Heimat geworden ist, wieder offen. Es bietet Sitzplätze für 50 Personen. Nicht nur das Essen und die Waschgelegenheiten, sondern auch die Möglichkeit zur menschlichen Begegnung lässt die Gäste jeden Tag wiederkommen. Dazu wurden eine neue größere Küche eingebaut und Sanitärräume neu installiert.

„Diese Taten der christlichen Nächstenliebe sind jedoch nur möglich, weil viele Menschen seit Jahren den Ruf nach Geld- und Zeitspenden hören und diese Arbeit unterstützen. Neben vielen Einzelspenden wurde der Bau von der ARD-Fernsehlotterie ,Ein Platz an der Sonne‘ mit 50000 Euro und der Lotterie ,Spiel 77‘ mit 90000 Euro großzügig unterstützt. Nur so konnten der Um- und Anbau realisiert werden“, betonte Dr. Hans-Georg Mertens, stellvertretender Vorsitzender des Caritas-Verbandes in seiner Begrüßungsansprache. Er bedankte sich auch ausdrücklich beim Superintendenten Jürgen Tiemann vom evangelischen Kirchenkreis Minden für die Unterstützung durch die mietfreie Bereitstellung des Alten Pfarrhauses der Simeonispfarrei als Ausweichquartier während der Umbauzeit – das ist gelebte Ökumene.


22.05.2012
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